In Teil drei unseres Bosnien-Reiseberichts mit dem Kastenwagen sehen wir uns die Wassermühlen am Plivsko Jezero, sowie die Wasserfälle und die Altstadt von Jajce an, bevor wir dann originale Cevapi in Travnik essen.

Plivsko Jezero

Der Plivsko Jezero kündigt sich schon lange vor dem gleichnamigen Campingplatz an seinem Ufer an: Man sieht ihn aus der Ferne, und bald schlängelt sich die Straße am Seeufer entlang. Dort, wo es dann total touristisch aussieht, ist man „richtig“. Reisebusse und Ausflügler drängen sich dicht an dicht am Parkplatz rechts. Folgt man der Straße, erreicht man nach einigen hundert Metern die berühmten, kleinen Wassermühlen, wegen derer wir unter anderem hier Station machen. Während die Bilder im Internet einsame Idylle zeigen, ist die Realität doch etwas anders. Hier wird gedrängelt, Reisebusse karren Touristen zu hunderten an. Da es ohnehin regnet, fahren wir noch dreihundert Meter weiter zum Campingplatz.

Camping Plivsko Jezero

Das Camp Plivsko Jezero ist ein eher einfacher Campingplatz, er wirkt aber sicher, und es gibt ein Restaurant.

 

Die Sanitäranlagen haben allerdings schon bessere Zeiten gesehen.

Fertig eingecheckt, unternehmen wir mehrere Versuche, die Mühlen fotografieren zu gehen, doch der Regen tut uns den Gefallen nicht: Es hört auf zu regnen, wir ziehen wieder unser warmes Zeug an, öffnen die Schiebetüre des Kastenwagens, und schon fängt es wieder an. Das Spiel machen wir drei, vier mal mit, bis wir dann aufgeben. Wir trinken Tee um uns zu wärmen, und ich muss tatsächlich die Gasheizung in Betrieb nehmen.

Tee im Wohnmobil

So ganz lässt es mir dann doch keine Ruhe, und während Olya im Bett liest, nutze ich eine „Regenpause“, stecke die Kamera in einen Plastiksack, und marschiere flott zu den Mühlen. Zwei, drei Bilder mache ich, als ein Gewitter so richtig losgeht, und mich zum zurücklaufen zwingt.

Naja, morgen ist auch ein Tag!

Wir essen im Camping-Restaurant, wo es etwas kühl ist. Das Essen schmeckt aber gut.

 

Am Nebentisch sprechen junge Männer arabisch, und wir fragen uns, ob es sich dabei um die angeblich in Bosnien zahlreich vertretenen Touristen aus arabischen Ländern handeln möge. Am Campingplatz hätten wir diese nicht erwartet.

Die Wassermühlen am Plivsko Jezero

Und auch an diesem Tag regnet es wieder. Wir trauen unseren Augen kaum, als wir früh aufstehen, und schon wieder angenieselt werden. Naja, es hilft nichts. Wir erledigen diverse Camping-Dienste, bezahlen den Campingplatz (35KM für zwei Personen, Camper ohne Strom) und fahren dann die paar Hundert Meter zu den Wassermühlen. Ein paar Bilder von den Mühlen und vom Plivsko Stausee, und schon geht es weiter. Allerdings nicht weit, denn bis nach Jajce fährt man kaum zehn Minuten.

Besichtigung von Jajce  (Wasserfall und Altstadt)

In Jajce parken wir das Wohnmobil nicht auf dem Busparkplatz, den wir im Internet entdeckt hatten. Zu abgelegen erscheint er uns, und auch, wenn wir uns in Bosnien bislang immer sicher gefühlt haben, muss man ja nichts herausfordern.

Etwas später (nach dem Durchfahren eines Tunnels) biegen wir an einer Kreuzung links ab, und finden einen offiziellen Touristen-Parkplatz, der auch ein paar (wenige) Plätze in ausreichender Größe hat. Gut, dass wir früh aufgebrochen sind.

Jajce gibt sich zwar kompakt, doch dafür relativ touristisch. Hier laufen vorrangig Leute mit Kameras um den Nacken herum, die sich auf Englisch oder Deutsch unterhalten.

Wir kaufen im BH-Telekom-Shop eine „Ultra-Turist-„-Simkarte, und sehen uns die Festung kurz an. Eintritt für Katakomben udgl. Sparen wir uns, schließlich wollen wir heute weiter nach Sarajewo. Wir klettern noch zum Fluss hinab, um uns den Wasserfall anzusehen. Da dieser relativ künstlich ist, begeistert er uns nicht unbedingt. Ein nettes Fotomotiv ist er dennoch.

Von Jajce nach Travnik

Auf der Strecke von Jajce nach Travnik finden sich relativ viele (Auto)-Camps, die sich sicher auch für eine Übernachtung ohne großen Komfort-Anspruch eignen würden. Sie liegen alle direkt am Fluss, und sind wohl auf Abenteuer-Urlauber ausgerichtet. Rafting und Kajakfahrten werden angeboten. Wir steuern den Kastenwagen aber daran vorbei, schließlich sind wir gerade erst aufgebrochen.

Cevapi in Travnik

In Travnik gibt es die besten Cevapcici, sagte ein Kollege vor unserer Abfahrt. Ob’s stimmt? Wer weiß das schon. Sie waren jedenfalls sehr gut. Wir fahren vor Ortsbeginn rechts weg und parken das Wohnmobil am Busparkplatz. Von dort sind es ca. zehn Minuten zu Fuß ins Zentrum, wo sich viele authentische Cevapzinicas finden.

 

Hier gibt es drei Gerichte:

  • Cevapi klein,
  • Cevapi mittel und
  • Cevapi groß.

Serviert werden sie im (ebenfalls gegrillten) Brot. Ich entscheide mich für die mittlere Variante. Die kleine hätte auch gereicht: Wir essen zu viel, und schaffen es doch nicht, die komplette Portion zu vernichten.

Weiterfahrt nach Sarajewo

Unser Tagesziel ist Sarajewo – und mit soviel Fleisch und Brot im Magen ist die Weiterfahrt gar nicht so einfach. Im nächsten Artikel besichtigen wir dann die Stadt Sarajewo.

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