Das Dorf Álora, eingebettet in die sanften Hügel des Guadalhorce-Tals, ist ein Ort voller Kontraste und tiefer Traditionen. Wer durch die verwinkelten Gassen schlendert, erkennt schnell, dass hier jede Ecke eine eigene Geschichte erzählt.
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Álora per Wohnmobil besuchen
Álora mag Wohnmobile. Jedenfalls ein paar davon. Es gibt einen offiziellen Stellplatz, sogar mit V/E. Als wir ankommen, ist die V/E-Station mit Autos zugeparkt, und die drei reservierten WoMo-Parkplätze sind bereits besetzt (immerhin durch WoMos, doch wir haben diese als Dauerparker in Verdacht).
Die Straße zum Stellplatz ist sehr steil, es empfiehlt sich, sie mit Schwung zu nehmen und direkt in den Parkplatz zu fahren. Wir haben das Glück nicht, müssen bremsen, als wir gerade einbiegen wollen, ein PKW fährt ab. Nun wieder anzufahren ist etwas kupplungsmordend, aber die einzige Alternative wäre, rückwärts wieder vom Hügel zu rollen.
Oberhalb des Stellplatzes gibt es noch einen größeren Parkplatz, aber bei unserem Besuch ist der komplett zugeparkt. Wir sehen später, warum.
Große Wohnmobile finden hier ohnehin keinen Platz, diesen (und jenen, denen ihre Kupplung lieb ist), sei empfohlen, am Fuße des Hügels an der Straße zu parken.
Das Castillo von Álora
Die historische Krone des Ortes ist zweifellos das Castillo de Álora: Diese Festung steht auf den Fundamenten phönizischer, römischer und maurischer Bauherren. Ein architektonisches Highlight ist der Hufeisenbogen (ein Relikt aus der Zeit der Mauren), der den Eingang zur ehemaligen Burgkapelle ziert. Von den Wehrmauern aus bietet sich ein Panorama über die endlosen Olivenhaine, die für die Region so charakteristisch sind.

Nuestra Señora de la Encarnación
Mitten im lebendigen Ortskern steht die Kirche Nuestra Señora de la Encarnación: Dieses Bauwerk ist nicht nur wegen seiner Größe beeindruckend, sondern auch aufgrund seiner Entstehungsgeschichte. Es dauerte fast ein ganzes Jahrhundert, bis die Kirche vollendet war. Sie gilt heute als eine der bedeutendsten Sakralbauten in der Provinz Málaga.
Die besondere Olive von Álora
Álora genießt zudem einen besonderen kulinarischen Ruf durch die Aceituna Aloreña de Málaga: Es handelt sich um die erste Tafelolive Spaniens, die mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung (DOP) ausgezeichnet wurde. Die Ernte erfolgt bis heute mühsam von Hand, um die empfindlichen Früchte nicht zu beschädigen. Ihr einzigartiger Geschmack entsteht durch die Einlage in einer traditionellen Lake aus Wasser, Salz, Thymian, Fenchel und Knoblauch.

In Álora wird getanzt
Neben diesen Gaumenfreuden ist das Dorf als die Wiege der Malagueña bekannt. Dieser emotionale Flamenco-Stil hat hier seine Wurzeln (Álora bezeichnet sich als Cuna de la Malagueña, die Wiege der Malagueña) und wird bei lokalen Festen leidenschaftlich gepflegt. Die Verbindung zwischen Musik, Geschichte und Landwirtschaft macht die Atmosphäre in Álora so authentisch.

Ausgangspunkt für den Caminito del Rey
Für Abenteurer ist die Lage des Dorfes ebenfalls ideal: Der berühmte Caminito del Rey liegt in unmittelbarer Nähe. Die Wanderung durch die spektakulären Schluchten bietet einen perfekten Ausgleich zur historischen Erkundung des Dorfes.

Der „Vibe“ von Álora
In Álora steppt der Bär. Wir besuchen den Ort in der Semana Santa, der Hauptplatz ist voller Leute, man bittet mich, ein Foto von einer Familie zu machen. Eine Kakophonie der Geräusche, laute Gespräche, verschiedene Musik aus vielen Bars. Die Stimmung ist gut, und mir begegnet kein Tourist. Das hier ist ein Dorf, das lebt, und noch nicht zu einem Freiluftmuseum geworden ist. Hätten wir einen besseren Stellplatz bekommen, würden wir hier wohl bei der Party mitmischen. Aber wir kommen sicher wieder, den Álora ist ein Geheimtipp!
WoMo-Stellplatz Álora









