Mijas Pueblo ist zweifellos einer der charmantesten Orte an der Costa del Sol (und das aus gutem Grund). Das Dorf schmiegt sich an die Hänge der Sierra de Mijas und bietet einen Panoramablick, der an klaren Tagen von der Küste bis nach Afrika reicht. Während unten am Meer der moderne Tourismus pulsiert, hat sich dieser Ort den Charakter eines typisch andalusischen Dorfes mit weiß getünchten Fassaden und blumengeschmückten Gittern bewahrt.
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Die Esel von Mijas und die ovale Arena
Ein Markenzeichen des Dorfes sind die Burro-Taxis: Diese Esel-Taxis entstanden in den sechziger Jahren, als Arbeiter auf dem Heimweg von den Feldern von Touristen um Fotos gebeten wurden. Heute sind sie ein fester Bestandteil des Stadtbildes, auch wenn sie mittlerweile oft im Fokus von Tierschutzdiskussionen stehen.

Eine architektonische Besonderheit findet man im Herzen des Dorfes: Die Plaza de Toros. Im Gegensatz zu fast allen anderen Stierkampfarenen in Spanien ist diese nicht rund, sondern oval gestaltet. Diese ungewöhnliche Form ergab sich aus der Notwendigkeit, das Gebäude in das extrem enge und felsige Gelände einzupassen.

Direkt daneben laden die Gärten der Muralla zu einem Spaziergang ein: Hier befinden sich die Überreste der alten Festungsmauern, die heute von einer üppigen Flora und spektakulären Aussichtspunkten umgeben sind.

Sakrale Kunst und kuriose Winzigkeiten
Ein spirituelles Zentrum ist die Ermita de la Virgen de la Peña. Diese kleine Kapelle wurde im siebzehnten Jahrhundert von Mönchen direkt in den massiven Fels geschlagen. Sie beherbergt das Bildnis der Schutzpatronin von Mijas, das laut Überlieferung während der maurischen Herrschaft in einer Mauer versteckt und erst nach der Reconquista durch eine Vision wiederentdeckt wurde.

Für Liebhaber des Kuriosen bietet das Carromato de Mijas eine weltweit einzigartige Sammlung. In diesem Miniaturmuseum werden Kunstwerke ausgestellt, die so klein sind, dass man sie nur durch Lupen betrachten kann: Dazu gehören etwa bemalte Stecknadelköpfe oder Porträts auf Reiskörnern. Es ist dieser Kontrast zwischen der weiten Landschaft und der Liebe zum winzigen Detail, der Mijas Pueblo so besonders macht.
Handwerk und süße Traditionen
Wer durch die Gassen wandert, stößt unweigerlich auf das lokale Handwerk, insbesondere auf Keramik und Lederwaren. Auch die Gastronomie kommt nicht zu kurz: In der kleinsten Schokoladenfabrik der Welt (Mayan Monkey Mijas) kann man nicht nur zusehen, wie Schokolade hergestellt wird, sondern auch die Verbindung zwischen der Geschichte des Kakaos und Spanien entdecken. Ein Besuch in Mijas Pueblo ist daher immer eine Reise für alle Sinne, die man am besten ganz ohne Eile genießt.
Mijas per Wohnmobil
Die beste Option, Mijas per Wohnmobil zu besuchen, ist der große Parkplatz oberhalb des Orts. Zu Fuß ist er zwar weit weg, aber es gibt einen Shuttle-Bus, der ständig auf und abfährt. Genauere Infos zu findet man vor Ort nicht, man muss einfach abwarten und hoffen, und dann kommt der Bus auch. Hoffentlich.
Authentisches weißes Dorf?
Mijas ist touristisch, keine Frage. Doch anders als andere Orte ist es nicht zum Museum geworden, es lebt und hat eine gute Atmosphäre. Die Preise sind hoch, Essen gehen würden wir hier nicht unbedingt. Trotz des Rummels hat uns der Ort gefallen und wir würden wiederkommen. Vor allem bietet Mijas Pueblo einen angenehmen Kontrast zur nahen Küste. Übrigens: Die Cala de Mijas liegt dort, und sollte nicht mit dem Ort verwechselt werden.
Mijas









