Wohnmobil-Reisen werden immer populärer, allerdings ist der Einstieg in dieser Art des Reisens mit einer Hürde verbunden: Es ist kein billiges Vergnügen, ein Wohnmobil zu besitzen. Doch was kostet ein Wohnmobil tatsächlich? Diese Frage wollen wir hier beantworten.

Was kostet ein Wohnmobil?

Zu den Kosten eines Wohnmobils zählen nicht nur die reinen Anschaffungskosten. Auch die laufenden Kosten für den Unterhalt des Wohnmobils sollten bedacht werden – und diese sind vielfältiger als beim PKW.

  • Anschaffungskosten beinhalten den Kaufpreis, Anmeldegebühren und die Kosten für das benötigte Zubehör
  • Laufende Kosten inkludieren Wartung, Reifen und – je nach Betrachtungsweise – Reisekosten

Anschaffungskosten eines Wohnmobils

Den Preis des Wohnmobils im Katalog kennt man natürlich. Doch die Anschaffungskosten beschränken sich leider nicht auf diesen Grundpreis. Zu den Anschaffungskosten des Wohnmobils zählen:

  • Kaufpreis des Wohnmobils
  • Die Kosten für die Überstellung zum Händler
  • Anmeldegebühren
  • Kosten für nachträglich einzubauendes Zubehör
  • Eine beträchtliche Summe für die Ausstattung des Wohnmobils

Was kostet ein Wohnmobil neu?

Ein neues Wohnmobil hat erstmal einen Preis im Katalog. Kaum jemand kauft jedoch ein Wohnmobil zum Basispreis. Die Hersteller sind geschickt genug, um da allerhand essentielle Ausstattungsdetails wegzulassen. Auch die Basismotorisierung macht kaum jemanden glücklich. Also arbeitet man sich durch die Liste der möglichen Optionen, und hat am Ende einen Gesamtpreis.
Je nach Verhandlungsgeschick vermindert sich dieser nun um ein paar Prozent aufgrund von Händlerrabatten.

Neue Wohnmobile kosten ab etwas über €30.000 aufwärts, nach oben gibt es praktisch kein Limit.

Was kostet ein Wohnmobil gebraucht?

Beim Gebrauchtkauf hat man zwar keine Optionsliste, kennt aber ebenfalls den Kaufpreis aus einem Verkaufsinserat und verhandelt nun mit dem (oft privaten) Verkäufer einen Preisnachlass.

Gebrauchte Wohnmobile findest du bereits für wenige tausend Euro. Doch auch für 20 Jahre alte Mobile kannst du problemlos über €20.000 Euro ausgeben. Fahrzeugklasse, Alter, Kilometerleistung, der technische Zustand sowie der Zustand des Aufbaus beeinflussen den Preis gebrauchter Wohnmobile wesentlich. Bei Bullis (VW Transporter, v.a. Die Modelle T1-T3) kommt noch ein preistreibender Kultfaktor hinzu.

Kosten für die Überstellung zum Händler

Beim Neukauf bezieht sich der Katalogpreis des Wohnmobils auf das Fahzeug, wie es bei der Fabrik aus der Werkshalle kommt. Der Transport zu dir, beziehungsweise zu deinem Händler ist da noch nicht inkludiert. Die Überstellungskosten (ca. €1.000 Euro) werden dir grundsätzlich gesondert berechnet. Manche Händler/Hersteller absorbieren die Kosten auch im angegebenen Verkaufspreis. Wichtig ist, dass dein Angebot die Überstellungskosten beinhaltet.

Kosten für die Zulassung des Wohnmobils

Die Kosten für die Zulassung / Anmeldung / Immatrikulation trägst du natürlich selbst, die Kosten findest du nicht im Kaufvertrag.

  • Deutschland: €27,60 für die Zulassung eines Neufahrzeugs, bis zu €100 insgesamt (inkl. Kennzeichentafeln usw.).
  • Österreich: € 170 ohne Kennzeichentafeln (bei Wechselkennzeichen) oder €191,10 mit Kennzeichentafeln.
  • Schweiz: Die Kosten unterscheiden sich von Kanton zu Kanton, hier spricht man von etwa CHF 400.

Kosten für Wohnmobil-Zubehör

Nicht immer ist jegliches Zubehör im Aufpreiskatalog des Herstellers zu finden. Wenn du spezielle Wünsche hast, oder ein gebrauchtes Wohnmobil kaufst, wirst du dir vielleicht weiteres Zubehör durch den Händler einbauen lassen. Zum Beispiel:

Lass dir für diese Arbeiten ein Angebot (inkl. Einbau) machen, um die Kosten überblicken zu können. Gerade die Arbeitszeit kann hier beträchtlich zu Buche schlagen.

Kosten für die Erstausstattung des Wohnmobils

Wer erstmals ein Wohnmobil kauft, sollte nicht die Vielzahl an Utensilien übersehen, die ein Wohnmobil erst komplettiert. Auch dieser Kleinkram geht in der Summe ganz schön ins Geld.
Auch wenn du dich auf das nötigste beschränkst, so wirst du zumindest folgendes benötigen:

  • Die Küchenausstattung (Geschirr, Gläser, usw.) (mind. € 100)
  • Outdoor-Möbel (Tisch und Stühle) (mind. € 100, je nach Qualität und benötigter Anzahl kannst du hier aber auch €1000 Euro ausgeben)
  • Auffahrkeile (€30)
  • Wasserkanister / Schläuche (€50)
  • Kabeltrommel und Adapter {€50)

Einen vollständigen Überblick über das sinnvolle Zubehör fürs Wohnmobil findest du hier.

Was kostet ein Wohnmobil im Unterhalt?

Zu den laufenden Kosten des Wohnmobils zählen:

  • Die Versicherung des Wohnmobils
  • KFZ-Steuer des Wohnmobils
  • Wertverlust
  • TÜV / Pickerlüberprüfung
  • Wartung / Reparaturen des Basisfahrzeugs
  • Wartung / Reparaturen am Aufbau
  • Reifen
  • Kosten für Unterstand
  • Reisekosten

Versicherung des Wohnmobils

Für neue Wohnmobile erscheint eine Kaskoversicherung absolut sinnvoll. Wohnmobil-Diebstähle häufen sich, und wer ein neues und begehrtes Wohnmobil nur haftpflichtversichert, geht ein hohes Risiko ein. Auch Vandalismus gegen Wohnmobile kommt immer wieder vor.

Die Kosten der Versicherung für dein Wohnmobil hängen vom Wert deines Wohnmobil sowie von der Art und Deckung der Versicherung ab. Über die Höhe der Versicherungsprämie sprichst du am Besten mit deinem Berater oder bemühst einen Online-Rechner – zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen und Angebote der Versicherungen, um hier eine Pauschalaussage treffen zu können.

Steuer fürs Wohnmobil

In Deutschland richtet sich die Kfz-Steuer nach der Fahrzeugart, nach dem zulässigen Gesamtgewicht, sowie der Abgasnorm. Für ein modernes Wohnmobil nach neuesten Abgasnormen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5t ergibt sich eine jährliche Steuerlast von €240.

In Österreich ist die sogenannte motorbezogene Versicherungssteuer vielfach teurer als in Deutschland. Sie richtet sich nach der Motorleistung und beträgt in Österreich für wohnmobiltypische 150PS etwa €600 im Jahr. Österreicher haben aber zumindest den Vorteil des Wechselkennzeichens, der für Wohnmobile gerne genutzt wird. Mit einem Kennzeichen lassen sich bis zu drei Fahrzeuge betreiben. Nur für das jeweils stärkst motorisierte zahlt man Steuer.

Die Motorfahrzeugsteuer in der Schweiz variiert von Kanton zu Kanton. Die Berechnung ist höchst unterschiedlich (mal nach Fahrzeuggewicht, mal nach Fahrzeugart, mal nach Hubraum), weshalb hier keine Beispielberechnung möglich ist.

Wertverlust des Wohnmobils

Der Faktor Wertverlust wird von vielen sehr gerne übersehen. Doch eine Berechnung der Wohnmobil-Kosten, die den Wertverlust völlig außer Acht lässt, ist nicht korrekt. Schlussendlich kommt meist irgendwann der Zeitpunkt, wo man das alte Wohnmobil gegen ein neues eintauschen möchte. Jeden Euro Werterhalt des alten Wohnmobils muss man für das neue nun nicht aus eigener Tasche beisteuern.

Wohnmobile weisen einen geringeren Wertverlust als PKW auf. Wie beim PKW ist der Wertverlust bei neuen Wohnmobilen am höchsten. Sind die ersten Jahre verlebt, werden Wohnmobile aber sehr, sehr wertstabil.

Händler rechnen dem Vernehmen nach mit einem Wertverlust von etwa 8% pro Jahr der Nutzung. Dies bezieht allerdings die Händlermarge mit ein. Das bedeutet, wenn du privat verkaufst, kannst du grundsätzlich mit weniger Wertverlust rechnen.

Auch die aktuelle Marktlage hat natürlich großen Einfluss auf den Wertverlust. Wer sein Wohnmobil in Zeiten geringer Nachfrage günstig kauft, und es vielleicht 15 Jahre später in Zeiten hoher Nachfrage verkauft, wird seinen Wertverlust minimieren können. Leider lassen sich diese Zyklen nicht gut vorhersagen, und die wenigsten wollen auf einen günstigen Kaufzeitpunkt warten. Es kann also auch umgekehrt laufen.

Unwichtig ist der Wertverlust nur für jene, die nicht mit einem Verkauf des Wohnmobils rechnen, etwa wenn man sich ein langlebiges Expeditionsmobil baut, das man bis an sein Lebensende fahren und bewohnen möchte. Dies dürfte aber eher die Ausnahme darstellen.

Beispiele für den Wohnmobil-Wertverlust

Als wir unseren VW T3 Joker nach 3 Jahren 29-jährig verkauften, erzielten wir einen Verkaufspreis, der 100% über unserem Kaufpreis lag. Wir hatten in dieser Zeit aber auch in etwa diesen Betrag in Renovierungstätigkeiten investiert. Unterm Strich kostete uns 3 Jahre reisen aber nur Treibstoff, da der tolle Zustand des Bullis keinen Wertverlust zuließ, und uns der Kultfaktor “Bulli” half.
Unseren Pössl Duett kauften wir 12-jährig, und verkauften in mit 17 Jahren. Er war also im besten Alter, hatte den größten Wertverlust hinter sich. Unterm Strich blieb ein Wertverlust von ca. €500 pro Saison.
Unseren Knaus kaufen wir neu. Für das erste Jahr müssen wir mit einem Wertverlust von € 5000 rechnen. Das schmerzt, ist aber der Preis, für ein neues Wohnmobil, in dem man Erstbewohner ist. Im Laufe der Jahre sinkt der jährliche Wertverlust.

TÜV / Pickerlüberprüfung

  • In Deutschland müssen Wohnmobile bis 3.5t nach drei Jahren erstmalig zum TÜV, danach alle zwei Jahre. Wohnmobile von 3.5t-7.5t müssen ab einem Fahrzeugalter von 6 Jahren jährlich zum TÜV. Die Kosten für die TÜV-Überprüfung betragen € 65 bis 140.
  • In Österreich spricht man von der „Pickerlüberprüfung“, der „wiederkehrenden Begutachtung nach §57a“. Für Wohnmobile bis 3.5t gilt die gleiche 3-2-1 Regelung wie für PKW (d.h. Keine Überprüfung in den ersten drei Jahren, dann wieder nach zwei Jahren, danach jährlich). Die Kosten dafür sind (sofern keine Reparaturen notwendig sind) mit € 45 Euro (bei Automobilclubs) bis € 100 Euro (Vertragswerkstätten) überschaubar.
  • Die Motorfahrzeugkontrolle (MFK) der Schweiz ist erstmalig erst nach vier oder fünf Jahren erforderlich (je nach Kanton), dann nach drei Jahren, ab dann alle zwei Jahre. Die Kosten betragen zwischen CHF 60 und CHF 150.

Wohnmobil-Mechaniker

Wartung / Reparaturen des Basisfahrzeugs

Für die Wartung und Reparaturen des Basisfahrzeugs musst du in etwa dasselbe rechnen, wie für einen PKW. Die Unterschiede (etwa aufgrund größerer Ölmengen) sind marginal. Hierzu gehören

  • Ölwechsel
  • Zahnriemenwechsel
  • Tausch diverser Filter
  • Tausch von Flüssigkeiten

Fiat hat die Zahnriemen-Wechselintervalle für Wohnmobile auf fünf Jahre verkürzt, d.h. diese doch relativ kostenintensive Wartung (ca. €1000) kommt bereits nach fünf Jahren auf dich zu.

Wartung / Reparaturen am Aufbau des Wohnmobils

Ein Wohnmobil ist komplexer als ein PKW. Aufgrund der umfangreicheren Ausstattung musst du auch in Bezug auf Wartung etwas mehr bedenken:

  • Gasprüfung
  • Brennkammerntausch bei Dieselheizungen
  • Überprüfung von Gastanks

Für Gasanlagen sollte alle zwei Jahre eine Gasprüfung durchgeführt werden. Dabei wird die Funktion und Dichtheit des Systems überprüft. Die Meinungen darüber, ob die ordnungsgemäß durchgeführte Gasprüfung auch beim TÜV überprüft wird, gehen auseinander. Wir wurden bereits einmal auf die anstehende Gasprüfung hingewiesen. Noch nie wurden wir beim Anmelden am Campingplatz aufgefordert, die Gasprüfungsdokumente vorzuweisen. Es liegt aber im Interesse deiner eigenen Sicherheit, die Gasanlage regelmäßig überprüfen zu lassen.
Für die Gasprüfung im Wohnmobil entstehen üblicherweise Kosten von €50-€100.

Dieselheizungen haben Brennkammern mit beschränkter Lebensdauer. Diese müssen gem. Herstellerempfehlung überprüft und ggf. Ausgetauscht werden.

Auch fest verbaute Gastanks müssen alle 10 Jahre kontrolliert werden.

Viele Wartungstätigkeiten, etwa die Reinigung der Wassertanks, die Fahrzeugwäsche usw. kannst du natürlich selbst erledigen.

Wohnmobil-Reifenwechsel

Kosten für Reifen des Wohnmobils

Auch die Kosten für Reifen sollten nicht übersehen werden. Ein Wohnmobil wird üblicherweise mit hoher Beladung betrieben, und ein Reifenplatzer auf der Autobahn kann schlimme Folgen haben. Umso wichtiger ist es, hier nicht zu sparen. Ein Reifen eines Markenherstellers mit geeigneter Traglast sollte es zumindest sein. Dafür musst du mit mind. €100 pro Reifen rechnen.

Reine Saison-Wohnmobilisten erreichen kaum das Ende der Reifenlebensdauer aufgrund der Profiltiefe. Die Reifen werden schlicht zu alt, und können dann aufgrund der alternden Gummimischung keine optimale Leistung mehr bringen. Automobilclubs empfehlen einen Austausch aller vier Reifen nach spätestens vier Jahren. Wir selbst setzen unser persönliches Limit bei fünf Jahren.

Wer im Winter in den Alpen unterwegs ist, sollte unbedingt auf Winterreifen setzen. Allwetterreifen/Ganzjahresreifen erreichen hier keine ausreichende Leistung. Wer jedoch den Winter nur in Spanien verbringt, ist mit Ganzjahresreifen wahrscheinlich ausreichend versorgt (wobei man sich auch in Spanien im Schneegestöber wiederfinden kann – man ist dort aber immerhin nicht der einzige ohne Winterreifen).
Für einen separaten Satz Winter- und Sommerreifen verdoppelten sich die Kosten, da du nun zwei Reifensätze nach vier-fünf Jahren tauschen solltest.

Lohnen sich spezielle Campingreifen? Die Meinungen gehen auseinander. Kritiker sehen in der Bezeichnung “Camping” eine Abzocke. Wir selbst haben gute Erfahrungen mit Transporterreifen gemacht. Die kaufen wir mit höherer Traglast als notwendig.

Expeditionsmobilfahrer, bei denen ein Reifen den Wert eines Kleinwagens hat, sehen das üblicherweise etwas anders.

Kosten für Wohnmobil-Batterien

Ein Wohnmobil hat üblicherweise zumindest eine Aufbaubatterie (oft auch zwei) zusätzlich zur Starterbatterie. Diese erreichen irgendwann das Ende ihrer Lebensdauer (je nach Nutzungsszenario, korrekter Ladung und Technologie früher, oder später) und müssen dann ersetzt werden.
Für zwei AGM-Batterien mit je 95Ah, wie sie oft verbaut werden, musst du mit €300 rechnen. Möchtest du auf eine zukunftssichere Lifepo-Batterie setzen, musst du mit mehr als €1000 rechnen.

Kosten für Unterstand des Wohnmobils

Wer sein Wohnmobil nicht am eigenen Grundstück abstellen kann, muss Kosten für einen gemieteten Unterstand (vor allem im Winter) berücksichtigen. Die Kosten dafür variieren je nach Region stark.

Reisekosten im Wohnmobil

Und was kostet ein Wohnmobil unterwegs? Zu den Reisekosten zählen:

  • Campingplatzgebühren / Stellplatzgebühren
  • Maut / Vignetten
  • Treibstoff
  • Gas-Kosten

Campingplatz- und Stellplatzgebühren

Auch Campingplätze und Stellplätze können ins Geld gehen. Nobelcampingplätze in Mitteleuropa, Kroatien oder Italien verlangen schonmal €50 pro Nacht für Wohnmobile mit zwei Personen. Günstige Campingplätze kosten weniger als die Hälfte davon.

Für Stellplätze musst du mit 5-12 die Nacht kalkulieren.

Freisteher lächeln hier nur, doch nicht immer ist Freistehen möglich.

Maut und Vignetten

Mautkosten machen mittlerweile in großen Teilen Europas einen beträchtlichen Teil der Transportkosten aus. Mit dem Wohnmobil wird man in vielen Ländern ordentlich zur Kasse gebeten. Eine vollständige Auflistung findest du hier.

Fährkosten

Fährkosten richten sich üblicherweise nach Länge, manchmal auch nach Höhe des Wohnmobils. Größere Wohnmobile kosten klarerweise mehr. Die oft zitierte, quasi-magische sechs-Meter-Grenze gibt es nicht wirklich. Weder gibt es ab 6m einen enormen Preissprung, noch ist der Preis ab dieser Grenze immer derselbe.

Die Details hängen nun von deiner Fährroute ab, und davon, wie oft du diese befahren willst. Im Zweifel sollte man sich unserer Meinung nach immer dafür entscheiden, ab und zu mehr für die Fähre zu zahlen, und dafür jeden Tag ein mehr an Wohnraum zu genießen (natürlich nur bis zu einer Grenze, wo man dann unflexibel wird).

Treibstoff

Ein Wohnmobil, das bewegt wird, benötigt natürlich Treibstoff. Die Formel für die Kostenberechnung ist allgemein bekannt:

Geplante Kilometer / 100 * Durchschnittsverbrauch * Preis pro Liter

Kosten für Gas im Wohnmobil

Wer mit Gas im Wohnmobil heizt und kocht, muss auch Kosten für das Flüssiggas berücksichtigen. Beim Kochen fallen diese aber kaum ins Gewicht. Mit einer 11kg-Gasflasche (Füllung um etwa €20) kannst du mehrere Monate lang kochen.
Beim Heizen sieht die Rechnung gleich anders aus. Beim Wintercamping und Minustemperaturen musst du die 11kg-Gasflasche eventuell schon nach 2-3 Tagen tauschen (abhängig von Temperatur und Dämmung des Fahrzeugs).

Eintritte, Verpflegung usw.

Bei jeder Reise kommen dann natürlich noch weitere Kosten für Unterhaltung, Eintritte in Museen und Verpflegung hinzu. Diese hängen von deinem bevorzugten Urlaubsstil ab. Hinsichtlich Verpflegung erlaubt das Wohnmobil, Kosten zu sparen. Wer sich zumindest teilweise selbst verpflegt, wird für Essen tendenziell weniger ausgeben, als Hotelurlauber.

Wohnmobil-Reisen: Ein teurer Spaß?

Die Anschaffungskosten eines neuen Wohnmobils sind heute so hoch, dass sogar Luxus-Flugreisen kurzfristig günstig erscheinen. Langfristig sieht die Rechnung natürlich anders aus – gerade sehr lange Reisen werden plötzlich erreichbar, da die laufenden Kosten sehr gering gehalten werden können.

Dennoch ist der Wohnmobilurlaub heute kein „Billigurlaub“ mehr. Abgesehen von den notwendigen Investitionen sind auch Campingplätze teilweise teuer geworden. In manchen Regionen sind €50 pro Nacht für zwei Personen keine Seltenheit – dafür gibt es anderorts auch schon eine Frühstückspension zu zweit.

Beim Wohnmobilfahren geht es darum, genau diese Art des freien, flexiblen Reisens betreiben zu wollen. Dies sollte im Vordergrund stehen – kostengünstig Urlaub zu machen geht sicherlich auch anders. Möchte man nur möglichst billig möglichst viel Essen und möglichst wenig Bewegung machen, empfiehlt sich ein Cluburlaub 😉

Abschließende Bemerkungen

Es ist natürlich keine gute Idee, die Finanzen komplett auszureizen, und sich dann keinen Urlaub mehr leisten zu können. Zudem solltest du ein Polster für unvorhergesehene Reparaturen einplanen.

Fazit

Wohnmobil-Reisen ist kein billiges Vergnügen – wohl aber ein preiswertes: Es ist seinen Preis wert, denn keine andere Art des Reisens ermöglicht soviel Freiheit. Es liegt nun an dir, jene Fahrzeuge, die zu deinen Anforderungen passen, in Einklang mit deinem Budget zu bringen. Dabei ist es wichtig, alle Teilfaktoren der Wohnmobil-Kosten zu berücksichtigen um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.

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