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Die sächsische Schweiz mit dem Wohnmobil - WoMo Guide

Berlin haben wir verlassen, und die sächsische Schweiz als Stopp auf dem Rückweg auserkoren. Dort gefällt es uns auf Anhieb sehr!

Die sächsische Schweiz

Die sächsische Schweiz ist der Name des auf deutschem Boden gelegenen Teils des Elbsandsteingebirges. (Jener Teil über der nahen, tschechischen Grenze wäre dann die Böhmische Schweiz). Sie liegt südöstlich von Dresden an der tschechischen Grenze.

Bekannt ist die Region an der Elbe für ihre besonderen Felsformationen, insbesondere die Basteibrücke hat man als interessierter Reisender sicherlich schon mal als Foto gesehen.

Die sächsische Schweiz präsentiert sich als lohnendes Ziel für Wohnmobil-Reisende, insbesondere wenn Wandern, Radfahren oder Klettern am Programm stehen.

Die Fahrt mit dem Wohnmobil von Berlin in die sächsische Schweiz

Die Fahrt von Berlin zu unserem nächsten Ziel, der sächsischen Schweiz, geht schnell vorüber. Der Verkehr hält sich in Grenzen und das Wetter ist ok. Vor Dresden biegen wir aufs Land ab, und Google optimiert den Weg mal wieder besonders toll. Wir lernen viele kleinen Straßen kennen, und passen bei einer Unterführung genau auf, ob wir mit unserer Dachbox tatsächlich noch unter 3 Meter hoch sind (passt!).

Rapsfelder auf der Anfahrt in die sächsische Schweiz

Ankunft in der sächsischen Schweiz

Schon bei Anblick des Elbsandsteingebirges in der Ferne legen wir einen Fotostopp ein. Gelbe strahlende Rapsfelder und spannende Gesteinsformationen im Hintergrund – was will man mehr?

Unser Wohnmobil am Weg in die sächsische Schweiz

Wanderparktplatz bei Rathen

Dank der alternativen Routenfindung unseres Navis kommen wir wohl nicht so in Rathen an, wie das für Touristen vorgesehen ist. Jedenfalls sind die Straßen schmal und plötzlich geht’s auch nicht weiter: Die Zufahrt zum Kurort Rathen ist nämlich nur für Anrainer und Gäste erlaubt.

Wanderparkplatz bei Rathen in der sächsischen Schweiz (Blick vom Gamrig)
In der Mitte des Bildes erkennst du den Wanderparkplatz (Blick vom Gamrig)

Kurzerhand parken wir am Wanderparkplatz an der Straße, bevor es abwärts in den Ort geht. Per Zufall entdecken wir, dass es hier sogar einen „freiwilligen Wohnmobil-Tarif“ gibt. Man wirft ein paar Euro auf Vertrauensbasis in eine Art Postkasten, und kann dann 24h Parken. Leider ist der Parkplatz etwas schräg, Übernachten dürfte also eine Herausforderung sein.

Wandern auf dem Gamrig

Wir hängen uns die Rucksäcke um und schreiten los – in Jeans und Turnschuhen, denn Wandern stand auf dieser Reise eigentlich nicht am Programm. Als wir wenig später nach Rechts auf den Wanderweg abbiegen, werden wir bereits misstrauisch beäugt: Hier sind alle ausgerüstet wie die Nordpol-Forscher, in unserer Straßenkleidung fallen wir auf. Wanderstöcke, schwere Wanderstiefel und Funktionskleidung scheint die akzeptable Mindestausstattung zu sein.

Gesteinsformationen in der sächsischen Schweiz

Zwar ist die Wanderung wirklich harmlos, doch kurz vor dem Gipfel des 253m nicht gerade hochalpinen Gamrig zeigt sich, dass zumindest besseres Schuhwerk eine gute Idee gewesen wäre: Dank Sand-Abrieb ist es hier auf den Felsen sehr rutschig.

Abstieg vom Gamrig bei Rathen

Wir kommen aber wohlbehalten oben an (und später auch wieder hinunter) und machen ein paar schöne Fotos. Von hier oben hat man nämlich einen tollen Ausblick auf Rathen und sieht die Elbe in der Ferne glitzern.

Rathen und die Elbe (Blick vom Gamrig)
Wir am Gamrig

Rathen

Durch einen Waldweg spazieren wir abwärts ins Zentrum von Rathen. Hier könnte man sicher gut biken.

Wandern in der sächsischen Schweiz

Rathen ist ein nettes Örtchen, komplett verkehrsberuhigt und daher sehr Wanderer-freundlich.

An der Schiffsanlegestelle blicken wir auf die andere Seite der Elbe und entdecken dort ein paar Wohnmobile am Parkplatz: Das müssen wir später genauer auskundschaften.

Fähr-Anlegestelle in Rathen

Die Bastei mit der Basteibrücke

Wer in der sächsischen Schweiz ist, muss natürlich die bekannteste Sehenswürdigkeit besuchen: Die Basteibrücke durch die „Bastei“ genannte Felsformation auf 305m über dem Meer.

Olya hat keine Lust auf weiteren Fußmarsch, daher lasse ich sie in einem Kaffee in Rathen zurück – ihr genügt die sportliche Betätigung schon.

Da es schon recht spät ist, beschließe ich, die offizielle Zeitangabe für die Wanderung zu unterbieten. Die Wanderung ist nicht schwierig, daher gelingt das ohne Probleme. Allerdings muss ich dafür die sicherlich interessante Felsenburg Neurathen links liegen lassen.

Die Ausblicke auf die Elbe sind schon am Weg nach oben toll.

Elbe bei Rathen von oben

Elbe von der Bastei

Oben angekommen, präsentiert sich die Basteibrücke recht überlaufen. Der Weg aus der anderen Richtung vom Panoramarestaurant Bastei ist recht kurz, deshalb tummeln sich hier auch Heerscharen an Bustouristen.

Dennoch ist die Bastei mit der Brücke ein lohnenswerter Anblick.

Basteibrücke

Um Olya nicht zu lange warten zu lassen, bringe ich den Abstieg schnell wieder hinter mich und kann mir unten Geschichten anhören, welchen famosen Apfelkuchen ich verpasst hätte.

Da hilft nix – ich muss (nun mit Olya gemeinsam) zurück bergan, um zum Wanderparkplatz zurückzukommen, wo unser Camper inmitten der Rapsfelder auf uns wartet.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der sächsischen Schweiz

Für die weiteren Sehenswürdigkeiten in der sächsischen Schweiz haben wir diesmal keine Zeit.

Den Lilienstein sehen wir nur aus der Ferne, genauso wie die Festung Königstein.

Lilienstein
Festung Königstein

Hat man aber mehr Zeit für einen Aufenthalt in der sächsischen Schweiz, so wird einem nicht langweilig. Der Elbe-Radweg wirkte extrem schön, leider war er dank winterlichem Wetter keine Option für uns. Auch Wanderer und Kletterer kommen in der Region auf ihre Kosten.

Stellplatz-Suche

Da wir ja von Rathen aus Wohnmobile auf der anderen Fluss-Seite gesehen hatten, machen wir uns nun auf die Suche nach diesen. Hätten wir gewusst, wie weit die Fahrt ist, hätten wir das bleiben gelassen. Wir fahren zuerst in die falsche Richtung nach Königstein, um die Elbe zu überqueren, und dann entlang der Elbe bis wir schließlich wieder in Richtung Rathen abbiegen. Die Straßen sind schmal und entsprechend lange dauert das. Schlussendlich erreichen wir den Fähr-Parkplatz wo uns ein Schild darauf hinweist, dass Übernachtungen nicht gestattet sind. Der nicht sonderlich einladend ausstehende Caravan-Stellplatz nebenan möchte hier wohl verdienen. Verständlich, aber nach einer kurzen Internet-Recherche ist uns dieser Platz nicht sympathisch.

In Struppen finden wir auch noch eine schönen Stellplatz, leider liegt uns dieser zu weit ab von Elbe und Gestein.

Camping in Königstein

Schlussendlich landen wir in Königstein, wo es mehrere Campingplätze gibt. Wir wählen den Platz Camping am Treidlerweg, wie sich herausstellt, eine ausgezeichnete Wahl. Die Betreiber sind unglaublich freundlich, und der Platz liegt toll am Fluss. Zwar bekommen wir aufgrund unserer späten Ankunft keinen Platz direkt an der Elbe, doch da es ohnehin mal wieder regnet, ist das nicht so schlimm. Wir parken in zweiter Reihe und Blicken auf den Fluss hinab.

Blick aus dem Wohnmobil (Campingplatz am Treidlerweg)

Die Sanitäranlagen des Campingplatzes sind ausgezeichnet und luxuriös. Abgerechnet wird per Chipkarte – das sollten sich andere Plätze auch überlegen. Es verhindert Langduscher, während sich draußen eine Schlange bildet.

Im Restaurant nebenan essen wir sehr gut und deftig böhmisch-sächsische Küche. Da ich kein Mittagessen (und anders als Olya auch keinen Nachmittagskaffee mit Kuchen) bekommen hatte, passt das genau so.

Aufbruch von der sächsischen Schweiz nach Tschechien

Am nächsten Tag, es ist ein Samstag, regnet es schon beim Aufstehen. Wir sehen die Elbe kaum vom Fenster aus. Also brechen wir früh (nach einer heißen Dusche) auf, denn unser nächstes Ziel ist Cesky Krumlov.