Das Wohnmobil-Basisfahrzeug ist fast immer ein Nutzfahrzeug. In einen Transporter wird eine Wohneinrichtung eingebaut, oder ein Wohnmobil-Aufbau wird auf ein Transporter-Fahrgestell aufgebaut. Doch welcher Transporter-Typ bildet die beste Basis für ein Wohnmobil? Verschaff dir hier einen Überblick!

Wie ein Wohnmobil gebaut wird

Wohnmobile werden grundsätzlich auf Fahrzeugen aufgebaut, die als Transporter und Lieferwägen konstruiert wurden. Ein gewöhnlicher Kfz-Hersteller wie Fiat oder Mercedes liefert also zuerst ein gewöhnliches Fahrzeug an den Wohnmobil-Hersteller, und dieser baut dann ein Wohnmobil daraus.

  • Beim Kastenwagen wird vom Wohnmobil-Ausbauer ein Transporter ein Camping-Innenleben in die bestehende Blechhülle eingebaut.
  • Bei Teilintegrierten und Alkoven wird vom Wohnmobil-Ausbauer ein Wohnmobil-Aufbau auf eine Basis aufgesetzt, die nur aus Fahrerhaus mit Rahmen besteht.
  • Beim Integrierten wird schließlich auch das Fahrerhaus vom Wohnmobil-Ausbauer gebaut.

Mehr zu den Wohnmobil-Typen findest du in diesem Artikel.

Der Zielkonflikt zwischen Transportern und Wohnmobilen

Die meisten Wohnmobil-Basisfahrzeuge sind primär als Transporter für den gewerblichen Einsatz vorgesehen. Daraus ergibt sich eine gewisse Diskrepanz bezüglich Prioritäten: Für den gewerblichen Einsatz muss ein Fahrzeug günstig sein, darf aber nach wenigen Jahren „verbraucht“ sein. Es ist dann abgeschrieben und hat sich bereits bezahlt gemacht. Langlebigkeit ist kein Muss-Kriterium.

Bei Wohnmobilen hingegen wird der Wert des Fahrzeugs durch den Wohnmobil-Aufbau leicht verdoppelt, und entsprechend lange soll die Nutzungsdauer sein. Da ist es dann ärgerlich, wenn das Basisfahrzeug unter einem perfekt gepflegten Aufbau wegrostet.

Obwohl Wohnmobil-Basisfahrzeuge nun eigentlich ursprünglich nicht mit dem Ziel der Langlebigkeit konstruiert wurden, können auch Wohnmobil-Basisfahrzeuge nach 20 Jahren gut in Schuss sein. Regelmäßige Wartung dankt ein Wohnmobil – wie jedes andere Fahrzeug – mit hoher Lebensdauer. Je nach Fahrzeugtyp empfiehlt sich eine Fahrzeugkonservierung, um Korrosion vorzubeugen. Schlussendlich haben auch Nutzfahrzeughersteller hinzugelernt, und sehen Wohnmobile als Zielgruppe, die nicht einfach ignoriert werden darf.

Dein Wohnmobil-Basisfahrzeug auswählen

Welches Basisfahrzeug ist das richtige für dich? Es gibt große Unterschiede bezüglich Kosten, Komfort, erhältlichen Zusatzfeatures und Motorisierungen. Hier einige Anhaltspunkte, worauf es beim Wohnmobil-Basisfahrzeug ankommt.

Die richtige “Dimensionierung” des Wohnmobil-Basisfahrzeugs

Größe und Gewicht sind beim Wohnmobil immer relevante Themen. Überladung  ist ein weit verbreitetes Problem von Wohnmobilen.
Insbesondere die

  • Verbleibende Zuladung
  • Der zur Verfügung stehende Stauraum sowie
  • Die mögliche Anzahl der Reisenden

sind daher im Auswahlprozess wesentliche Fragestellungen. Die Höhe des Wohnmobils bestimmt z.B. die Stehhöhe, doch je größer ein Fahrzeug wird, desto mehr wiegt es auch. Das verringert wiederum die verbleibende Zuladung. Insbesondere bei Kastenwagen ist die Wahl von Hochdach/Superhochdach-Versionen daher maßgebliche Entscheidungen. Bei Integrierten/Alkoven oder Teilintegrierten ist dies erstmal weniger wichtig.

Vergiss auch nicht auf weitere Kriterien:

  • Möchtest du Anhänger ziehen können?
  • Möchte ich eine Motorradbühne o.ä. montieren? Dann werden die Achslasten sehr wichtig

Achte bei einem Basisfahrzeug für einen Selbstausbau insbesondere auch auf die Breite der Basis: Diese entscheidet wesentlich über Raumgefühl (und die Möglichkeit eines Querbetts).

Ausstattung deines Basisfahrzeugs

  • Möchtest du ein Automatik-Getriebe? Bedenke hierbei, dass ein Automatikgetriebe sowohl Mehrkosten, als auch Mehrgewicht verursacht. Natürlich ist die Automatik bequem, doch ihren großen Vorteil spielt sie bei häufigen Schaltvorgängen aus. Diese hat man aber dann eher nicht, wenn man weite Strecken zurücklegt. Stadtverkehr stellt für Wohnmobile aber eher die Ausnahme dar. Bedenke zudem, dass der Fiat Ducato ein automatisiertes Schaltgetriebe bietet, was nicht dasselbe wie eine „echte“ Wandlerautomatik ist.
  • Welche Extras deines Basisfahrzeugs (Klimaanlage, größerer Treibstofftank, Alarmanlage, Traktionskontrolle) sind für dich wichtig? Gibt es diese bei deinem favorisierten Hersteller?
  • Die Klimaanlage kann bei Hitze auch ein Sicherheitsfaktor sein.
  • Benötigst du Vierradantrieb (sehr selten erhältlich!)
  • Lack: Farbe, Qualität.

Motor und Antrieb von Wohnmobil-Basisfahrzeugen

„Ein Wohnmobil ist zum Reisen, nicht zum Rasen gedacht.“. Dieser häufige und gut gemeinte Rat ist zwar richtig, andererseits nervt er Berufstätige wohl eher, die ihre wenigen Wochen Urlaub nützen wollen, und diese nicht mit 90km/h auf der Straße verbringen wollen. Welche Motorisierung benötigst du also? Zuverlässigkeit und Leistung stehen hier in der Anforderungsliste von Wohnmobilisten meist weit oben.

Wohnmobil-Motorisierungen bewegen sich heute circa zwischen 110PS und 190PS.  In den 80ern waren auch große Wohnmobile durchaus noch mit 70PS motorisiert. Das ging zwar, war aber an Steigungen kein großer Spaßfaktor.

Kleine Wohnmobile können mit kleineren Motoren auskommen, größere Motoren greifen eher zu größeren Motorisierungen.Während Campingbusse oft PKW-ähnlich zu fahren sind, sinkt mit steigender Größe von Wohnmobilen auch die sinnvolle Reisegeschwindigkeit. Man fährt man mit großen Wohnmobilen aufgrund des dann hohen Verbrauchs und der Seitenwindanfälligkeit normalerweise nicht 150km/h, doch an langen Autobahnsteigungen und auf Bergstraßen wünscht man sich schnell mehr Kraft.

Die Standard-Motorisierung ist 2018 der Ducato mit 130PS.  Damit sind kleine Mobile gut motorisiert, größere Wohnmobile müssen sich auf gemütliche Reisegeschwindigkeiten einstellen.

Abhängig von deinem Basisfahrzeug und der Motorisierung ergeben sich einerseits unterschiedliche Fahrleistungen, andererseits ein anderer Verbrauch. Mehr PS bedeutet aber nicht immer „mehr Verbrauch“. Ein Motor, der im Teillastbereich läuft, kann effizienter arbeiten als ein Motor am Limit.
Großen Einfluss auf den Verbrauch hat natürlich auch die Art des Wohnmobils. Alkoven verbrauchen aufgrund ihres großen Windwiderstands weit mehr als kleine Campingbusse. Je nachdem, wie oft und wie weit du fahren willst, kann der Verbrauch nun wichtiger, oder weniger wichtig sein.
Wie relevant der Treibstoffverbrauch ist, wird im wesentlichen durch eure geplanten Reisen in Verbindung mit eurem Budget  bestimmt. Wenn du nur kurze Strecken zurücklegen willst, fällt der Treibstoffverbrauch nicht so sehr ins Gewicht. Falls du also günstig an einen „Spritschlucker“ kommen kannst, kannst das durchaus eine Option sein. Wer mehrmals jährlich ans Nordkap fahren möchte, wird auf geringen Dieselverbrauch mehr Wert legen.

Die Ersatzteilversorgung für Wohnmobile

Asiatische Exoten sind in Europe viel seltener anzutreffen. Dementsprechend ist das Werkstättennetz weniger dicht. Zudem sind Ersatzteile oft teuer und nicht immer auf Lager. Nichts ist unangehmer, als im Urlaub 2 Wochen auf ein Ersatzteil warten zu müssen. Dies ist einer der Gründe, warum der Fiat Ducato einen dermaßen großen Marktanteil hat. Doch auch Citroen und Renault haben ein gutes Werkstattnetz – allerdings weniger auf Nutzfahrzeuge ausgerichtet. Es ist daher nicht immer gewährleistet, dass dein Wohnmobil auch auf die Hebebühne passt.

Ein Wohnmobil-Basisfahrzeug selbst ausbauen

Selbstausbauer stehen bei der Kostenberechnung schnell vor dem Problem, dass sie ein neues Basisfahrzeug nicht so günstig bekommen, wie ein Wohnmobil-Ausbauer dies aufgrund der großen Stückzahlen kann. Die Kosten des Aufbaus noch dazugerechnet kommt ein Selbstausbau meist teurer als ein Wohnmobil von der Stange. Daher wählen die meisten Selbstausbauer auch ein gebrauchtes Basisfahrzeug.

Die beliebtesten Basisfahrzeuge für Wohnmobile

Je nach Wohnmobil-Klasse unterscheiden sich die üblichen Basisfahrzeuge.

Die beliebtesten Basisfahrzeuge für Campingbusse und kleine Kastenwagen

Die beliebtesten Basisfahrzeuge für kleine Campingbusse sind:

  • VW „Bulli“ in allen Generationen (T1-T7)
  • Renault Trafic
  • Citroen Spacetourer

Doch auch der Fiat Ducato ist in sehr kleinen Ausführungen verfügbar – man sieht ihn dennoch nicht so häufig als kleinen Campingbus. Die Basisfahrzeuge dieser Kategorie fahren sich PKW-ähnlich, sind alltagstauglich, bieten aber auch nicht allzuviel Platz.

Gerne werden diese Basisfahrzeuge nach eigenen Wünschen ausgebaut, doch auch als Campingbusse von der Stange sind sie erhältlich, zum Beispiel als:

  • VW California oder
  • Pössl Campster.

Die beliebtesten Basisfahrzeuge für größere Wohnmobile

Mittlere und größere Kastenwagen und ausgewachsene Wohnmobile basieren meist auf folgenden Basisfahrzeugen:

  • Fiat Ducato
  • Citroen Jumper / Peugeot Boxer
  • Mercedes Sprinter
  • VW Crafter
  • Ford Transit
  • Renault Master
  • Open Movano
  • Iveco Daily

Die Nummer eins hat hierbei der Fiat Ducato inne.

Wir sind nun weder Automobilclub, noch testen wir ein Fahrzeug nach dem anderen. Im folgenden wollen wir auf die einzelnen Fahrzeuge eingehen, allerdings können wir dabei nicht jedes Detail behandeln. Die nachfolgenden Abschnitte stellen eine Mischung aus aufgeschnappten Erfahrungswerten und Foren-Recherche dar, Anspruch auf Vollständigkeit gibt es wie immer nicht.

Fiat Ducato als Wohnmobil

Platzhirsch ist der Fiat Ducato:Der Fiat Ducato vereint Robustheit, gutes Platzangebot, riesige Verbreitung und ein gutes Werkstätten-Netz.

Der Name Fiat muss nicht abschrecken. So zweifelhaft der Ruf der Marke im PKW-Bereich sein mag, die Fahrzeuge sind als Wohnmobil zig-fach im Einsatz und grundsätzlich unproblematisch. Mittlerweile hat auch der Ducato kein ganz böses Nutzfahrzeug-Feeling mehr.

Ducato als Wohnmobil: Fahrerhaus

Natürlich liest man bei genauer Recherche immer wieder von Schauergeschichten mit den Ducatos. Unsere persönlichen Erfahrungen mit dem Ducato sind bislang positiv, auch im Bekanntenkreis sind viele Ducatos ohne Probleme im Einsatz. Dennoch kennen wir auch „Montagsmodelle“, die dauernd defekt sind. Doch diese gibt es schließlich bei jedem Hersteller.

Je nach Baujahr sind Fiat Ducato, Citroen Jumper und Peugeot Boxer baugleich, unterscheiden sich jedoch in Details (wie Motorisierungen). Der Ducato ist dabei schon länger kein Billigangebot mehr: Aktuell (2018) kann man Peugeot Boxer und Citroen Jumper um beträchtlich weniger bekommen, als einen Fiat Ducato. Iveco, Mercedes und VW liegen jedoch preislich weiterhin um einiges höher.

Warum ist der Ducato im Wohnmobil so beliebt?

Warum der Ducato im Wohnmobil-Bereich so erfolgreich ist, hat viele Gründe. Den Erfolg auf einen günstigen Preis zu reduzieren, wird dem Ducato nicht gerecht – umso mehr, als er heute gar nicht mehr das günstigste Angebot darstellt.

  • Die allermeisten Wohnmobile werden auf dem Ducato seit den 80er-Jahren aufgebaut. Fiat war hier einfach sehr früh dran, und hat im Laufe der Zeit seine Vormachtstellung im Wohnmobilbereich geschickt einzementiert. So bietet Fiat zum Beispiel ein eigenes Reparaturservice, die Camper-Assistance an (dazu mehr unten). Man arbeitet schon lange mit der Wohnmobilbranche zusammen, während andere Hersteller den Trend klar verschlafen haben, und nun versuchen, hier aufzuholen.
  • Ein klarer Vorteil des Fiat Ducato ist daher seine enorme Verbreitung und das Werkstättennetz. Als Transporter und Lieferwagen sind tausende Ducatos im harten Dauereinsatz unterwegs. Man kann deshalb überall in Europa Ersatzteile und kompetente Werkstätten finden.
  • Platzangebot: Durch seine kantige Form bietet der Ducato viel Platz im Innenraum. Viele andere Kastenwagen laufen nach oben hin relativ eng zusammen, der Ducato kann das besser. Er ist zudem auch der breiteste, derzeit angebotene Transporter.

Fiat Ducato Euro 6-Probleme

Fiat bietet 2018 Euro 6 Diesel-Motoren, anders als die meisten anderen Hersteller jedoch ohne AdBlue. Dies wird oft kritisiert, doch für uns persönlich stellt das sogar einen Vorteil dar:

  • Adblue ist nicht überall erhältlich
  • Adblue ist bei tiefen Temperaturen wohl nicht ganz unproblematisch (Da der Harnstoff kristalliert. Die Hersteller widersprechen dieser Aussage allerdings heftig, wir haben keine Erfahrungen damit).
  • Ein eigener Adblue-Tank bedeutet, dass keine Option eines 120l-Dieseltanks mehr angeboten werden kann. Der zusätzliche Tank ist auch ein Gewichtsfaktor.
  • Ein weiteres, komplexes System bedeutet eine Fehlerquelle mehr.

Allerdings muss man fairerweise auch sagen, dass Fiats „Behelf“ per ausgeklügelter Abgasrückführung ebenfalls eine gewissen Komplexität aufweist, und bereits zu Problemen geführt hat. Dabei konnten Wohnmobil-Besitzer teilweise wochenlang ihr Wohnmobil nach einem Rückruf nicht bewegen, weil das Fahrzeug von der Werkstatt nicht freigegeben wurde. Das lag aber nicht daran, dass das Problem an sich so schwierig zu beheben gewesen wäre, sondern daran, dass die notwendigen Teile schlicht nicht verfügbar waren. Das war nun nicht gerade toll für die betroffenen Kunden, spricht jetzt aber auch nicht gegen das System an sich. Nun, da das System bereits länger am Markt ist, sollte dies nicht mehr vorkommen.

Schlussendlich bleibt noch die Problematik der Ladung der Aufbaubatterie per Lichtmaschine, die mit Euro 6 angeblich nicht mehr funktionieren soll. Beim Ducato ist das aktuell wohl nur bei Modellen mit Start/Stop-Automatik der Fall, und diese wird aktuell von den wenigsten Ausbauern verbaut. Wer jedoch eine Start/Stopp-Automatik hat, kann das Problem per Ladebooster lösen.

Leistung des Fiat Ducato Euro 6

Berichte über mangende Leistung gab es bei Euro5-Ducatos. Diese finden sich zu den Euro6-Versionen eigentlich nicht mehr. Hier dürfte Fiat nachgebessert haben.

Unsere Erfahrung mit dem Ducato 2018: Unser 150PS-Ducato hat sich auf den ersten 5000km einwandfrei bewährt. Die Motorleistung ist hervorragend, und unserem früheren 2.8 HDI mit 128PS (obwohl dieser leichter war) weit überlegen. Man kann schaltfaul fahren und der variable Turobolader (erst ab der 150PS-Version verbaut) spielt seine Stärken am Berg aus. Auf der Autobahn fahren wir aber max. 120, da sich bei unserer Aufbauhöhe sonst ein unbequemer Spritverbrauch einstellt. Beim Dahinrollen auf der Landstraße liegt dieser aber bei akzeptablen 10l. Aus unserer Sicht kann man den Fiat Ducato Euro 6 fürs Wohnmobil durchaus empfehlen.

Bekannte Probleme des Ducatos

Der Ducato scheint wohl eine Schwäche im Bereich der Motorraumdichtung zu haben, die zu schwerwiegenden Schäden führen kann.

Rückrufe des Fiat Ducato

In Foren wird oft auf Rückrufe von Fiat in den letzten Jahren hingewiesen. Sieht man aber in Rückruf-Datenbanken nach, stellt man fest, dass Rückrufe auch bei anderen Herstellern nicht weniger häufig vorkommen. Und: Rückrufe sind grundsätzlich kein negatives Signal, sondern ein Zeichen dafür, dass man Problemen zumindest zuvorkommen möchte.

Camper-Assistance

Die Camper-Assistance ist ein Service von Fiat, das unterwegs Unterstützung bei Problemen mit dem Fahrzeug bietet. Es ist für Besitzer neuer Fahrzeuge kostenlos, und durchaus ein Faktum, der den Preis des Ducato wieder etwas zurechtrückt.

Citroen Jumper und Peugeot Boxer

Aktuell (2018) kann man Peugeot Boxer und Citroen Jumper um beträchtlich weniger bekommen, als einen Fiat Ducato. Fiat bietet Euro 6 ohne AdBlue, was man nun als Vorteil (geringeres Gewicht, eine Fehlerquelle weniger) oder Nachteil (Zukunftssicherheit) sehen kann. Citroen und Peugeot setzen bereits auf AdBlue, haben aber nur mehr 2L Hubraum. Ob sich die kleineren (PKW-)Motoren auch langfristig im harten Womo-Alltag bewähren, wird sich zeigen.

Wohnmobile auf Mercedes und VW-Basis

Mercedes und VW sind generell hochpreisigen Wohnmobilen vorbehalten. Insbesondere der neue VW-Crafter soll als Wohnmobil-Basis für PKW-ähnliches Fahrverhalten sorgen, und natürlich haben beide Marken einen Prämium-Anspruch. Sie haben jedoch nicht nur Vorteile. So schränkt ihre, im Vergleich zu Ducato & co. schmälere Karosserie, den Bewegungsspielraum im Inneren ein.


Sprinter, Crafter sind eher schwer. Bei 3.5t bleibt weniger Zuladung, vor allem bei Doppelbereifung.

Ford als Wohnmobil-Basis

Ford hatte vor einigen Jahren Probleme mit dem berühmt-berüchtigten „Puma“-Motor, und viel Reputation eingebüßt. Die neueren Motoren sollen wieder gut sein, und so finden sich auch viele Wohnmobile auf Transit-Basis.

Wohnmobile auf Renault/Opel-Basis

Eher ein Nischen-Dasein fristen Renault Master und Opel Movano. Die Wohnmobile auf diesen Basisfahrzeugen existieren zwar, sind aber nicht sonderlich häufig zu finden.

Wohnmobile auf LKW-Basis

Für richtig schwere Wohnmobile (5t und mehr) werden vorzugsweise LKWs, z.B. Von Iveco oder MAN als Basisfahrzeuge eingesetzt. Für Expeditionsmobile stößt man bei den Transporter-Basisfahrzeugen einfach an technische Grenzen.

Fazit

Bei den Basisfahrzeugen ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei, doch die Frage nach dem besten Basisfahrzeug lässt sich keinesfalls objektiv beantworten. Zu unterschiedlich sind die Ansprüche,  sowie die Erfahrungen. An der Vormachtstellung des Fiat Ducato scheint sich aber in den nächsten Jahren im Wohnmobil-Bereich nichts zu ändern.

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