Kastenwagen, Teilintegrierte oder vollintegrierte Wohnmobile: Am Markt werden verschiedene Wohnmobil-Arten angeboten, die sich beträchtlich hinsichtlich Platz, Flexibilität, Komfort und Preis unterscheiden. Das ideale Wohnmobil gibt es daher nicht, und diese Wohnmobil-Typen-Übersicht soll dir dabei helfen, das Wohnmobil zu finden, der zu dir passt.

Die Wohnmobil-Typen Infographik

Infografik Wohnmobil-Typen

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Kastenwagen / Bus / Campingbus / Camper-Van

Beim Kastenwagen wird ein Transporter wohnlich ausgebaut, die Blech-Karosserie des Transporters bleibt dabei jedoch erhalten. Der Kastenwagen wird auch oft „Bus“ oder „Camper-Van“ genannt.

Beschreibung des Kastenwagens

 

Begonnen hat alles mit dem VW-Bus der 70er, dem „Bulli“. Dieser klassische Campingbus basiert auf einem Kleintransporter, der wohnlich ausgestattet wird. Beschränkte man sich initial oft auf Bett und Gaskocher, entstanden aber bald Ausbauten mit viel Komfort. Mit Schlaf-/Sitzgelegenheiten, Kästen für Stauraum, Frischwassertanks, und einer Küchezeile mit Kühlschrank wurde der enge Raum ideal ausgenutzt.

Heute werden nicht nur Kleintransporter, sondern auch große Transporter (mit bis zu etwa 7 Meter Länge) ausgebaut. Somit ist heute auch in Kastenwägen viel Stauraum und umfangreiche Ausstattung möglich. Im Gegensatz zu den meisten Campingbussen findet sich in beinahe allen, größeren Kastenwägen auch eine Nasszelle mit Dusche und Toilette.

Durch den Erhalt der Blech-Karosserie bieten Kastenwägen nicht nur ein relativ hohes Sicherheitsgefühl, auch enge Straßen bergen durch die geringe Breite wenig Schrecken, und dank der relativ kompakten Außenmaße gelten Kastenwägen unter den Wohnmobilen auch als windschnittig, schnell, und verbrauchsarm.

Im Gegenzug muss man im Kastenwagen jedoch auf das letzte Quäntchen Platz im Wohnraum und perfektes Wohnklima verzichten. Insbesondere die geringe Breite reduziert das Raumgefühl gegenüber (teil-)integrierten Wohnmobilen. Kastenwägen sind aufgrund der Schiebetür und der Blech-Karosserie mit vielen Ecken und Kanten außerdem notorisch schwierig zu dämmen. Auch in Bezug auf Stauraum für Gepäck und Sportgeräte sind beim Kastenwagen Kompromisse notwendig. Familien mit Kindern, die diverse Sportgeräte transportieren wollen, greifen deshalb eher zum Alkoven-Mobil oder dem Teilintegrierten.

Die meisten Kastenwägen weisen hinten eine Schiebetür auf, somit kann man bei Sommerwetter durch die große Öffnung bereits im Bus die Natur genießen. Jedoch ist es bei Regen fast unmöglich, durch die Schiebetür einzusteigen, ohne viel Nässe mit ins Wagen-Innere zu bringen. Auch Insektenschutz ist bei der Schiebetür aufwendig, mit Schiebekonstruktionen heute aber möglich.

Sind Campingbus und Kastenwagen verschiedene Wohnmobil-Arten?

Manchmal wird zwischen Campingbus und Kastenwagen unterschieden, obwohl der Aufbau derselbe ist. Wir tun dies nicht, weil Campingbusse aus unserer Sicht lediglich eine Unterkategorie der Kastenwägen sind. Sie zeichnen sich durch besonders kompakte Maße aus, und sind deshalb meist nur für zwei bis maximal vier Reisende ausgelegt. Dadurch sind Campingbusse oft alltags- und Stadt-tauglich und ein perfektes Zweitfahrzeug, was ihre ungebrochene Beliebtheit erklärt. Campingbusse gibt es mit Hubdach, während größere Kastenwägen bereits ohne ein solches Stehhöhe bieten. Eine Nasszelle ist so gut wie nie vorhanden, und auch auf eine Toilette wird oft verzichtet.

Ist ein Kastenwagen ein Wohnmobil?

Wir sagen: Ja, natürlich. Der Kastenwagen ist eine mögliche Bauform eines Wohnmobils.

Was kostet ein Kastenwagen?

Obwohl für viele der Wohnmobil-Einstieg, sind neue Kastenwägen heute keine besonders günstige Angelegenheit mehr. Bei etwas über € 30.000 starten einfache Modelle. Die Größe hat mit dem Preis nur bedingt etwas zu tun. So ist der Urvater aller Campingbusse, der VW-Bus, als „California“ im Hochpreissegment angesiedelt und mit vollwertiger Campingausstattung mehr als doppelt so teuer. Die hohen Preise sind nicht nur der gestiegenen Ausstattung sowie der hochwertigen bis luxuriösen Verarbeitung geschuldet, sondern auch der unglaublichen Popularität dieser Fahrzeugklasse.

 

 

Wer fährt Kastenwagen?

Abenteurer und Jung-Gebliebene, die sich nicht gerne von einsamen Bergdörfern und noch einsameren Stränden fernhalten lassen. Gelegenheitscamper, die ihren „Bus“ im Alltag benutzen möchten. Reisende und Van-Life-Begeisterte, die sich nicht mit viel Gepäck beschweren wollen und gerne viel Zeit draußen verbringen.

 

Vorteile des Kastenwagens

  • Schnell, wendig, verbrauchsarm.
  • Stadttauglich (teilweise sogar parken auf PKW-Parkplätzen möglich)
  • Bergstraßen-tauglich
  • Relativ unauffällig
  • Blitzschutz (Faradayscher Käfig)
  • Unfallsicherheit
  • Beliebt (guter Wiederverkaufswert)
  • Panoramablick und gute Belüftung durch Schiebetüre.

Nachteile des Kastenwagens

  • Eingeschränktes Platzangebot
  • Eingeschränkter Stauraum
  • Geringe Breite, große Personen können kaum quer schlafen. Modelle mit Längsbetten sind rar.
  • Suboptimale Dämmung, eher nicht für’s Wintercamping geeignet
  • Kosten (relativ teuer)
  • Schiebetüre als Nachteil bei Schlechtwetter

Teilintegrierter (TI)

Unter allen Wohnmobil-Arten sind die teilintegrierten Wohnmobile vielleicht die Klassiker. Auf einen Transporter wird beim TI ein separat konstruierter Aufbau aufgesetzt. Die Fahrerkabine des Transporters bleibt bestehen, wird aber mit dem Aufbau verbunden.

Beschreibung des Teilintegrierten Wohnmobils

 

Ich erinnere mich an Selbstbau-Wohnmobile meiner Kindheit: Auf einen Pritschenwagen wurde ein alter Wohnwagen einfach aufgesetzt. Die Idee ist heute noch dieselbe. Beim teilintegrierten Wohnmobil wird der Aufbau komplett separat vom Basisfahrzeug konstruiert. Das Basisfahrzeug steuert Fahrerkabine sowie Fahrwerk bei, jedoch keine Blech-Karosserie für den Wohnbereich. Fahrerkabine und Wohn-Aufbau sind beim Teilintegrierten allerdings mittels Durchgang verbunden. Bei vielen modernen Fahrzeugen wird die Fahrerkabine sogar durch drehbare Sitze in den Wohnbereich integriert.

Ausstattung wirst du bei teilintegrierten Wohnmobilen kaum vermissen, da, je nach Budget, alles möglich ist. Der separate Wohn-Aufbau schafft durch die (im Vergleich zum Kastenwagen) große Breite sowie die geraden Seitenwände viel Platz. Daher bieten Teilintegrierte sowohl viel Stauraum, als auch viel Wohnraum-Komfort. Die geraden Wände des Aufbaus schaffen nicht nur viel Platz im Inneren, auch wenn du im Winter unterwegs sein willst, kommst du mit dem Teilintegrierten aufgrund der guten Dämmung auf deine Kosten. Lediglich am Übergang zwischen Aufbau und Fahrerhaus mit Wärmeverlusten rechnen musst.

Auch für Gepäck steht bei den meisten Teilintegrierten viel Stauraum im Inneren, sowie eine große Heckgarage zur Verfügung.

Familien mit Kindern werden aber eventuell zum Alkoven tendieren, da so bei gleicher Außenlänge zwei Schlafplätze mehr geschaffen werden, und abends kein Bett umgebaut werden muss.

Was kostet ein teilintegriertes Wohnmobil?

Teilintegrierte sind in allen Preissegmenten vertreten. Auch hier geht es bei etwas über € 30.000 los. Interessanterweise sind teilintegrierte Wohnmobile grundsätzlich nicht teurer als Kastenwägen. Sie bieten für den Preis aber mehr Platz.

Wer fährt Teilintegrierte Wohnmobile?

 

Reisende, die den besten Kompromiss zwischen Kosten und Komfort suchen. Paare, die nur zwei Schlafplätze benötigen oder Familien, denen der Betten-Umbau abends nichts ausmacht.

Vorteile

  • Größere Breite als Kastenwägen
  • Senkrechte Wände
  • Dadurch besseres Raumgefühl und effektiv mehr Platz
  • Gute Dämmung
  • Der Aufbau wird bedarfsgemäß konstruiert,  Querbetten sind möglich.
  • Geringerer Windwiderstand als Alkovenmobile

Nachteile

  • Kältebrücken an Übergängen zwischen Basisfahrzeug und Aufbau.
  • Crash-Sicherheit im Aufbaubereich.
  • Durch die Breite weniger wendig als Kastenwägen, auf schmalen Straßen schwieriger zu handhaben
  • Geringfügig höherer Verbrauch als Kastenwägen

Vollintegrierter (VI)

Vollintegrierte Wohnmobile (VI) stellen unter den Wohnmobil-Arten die Luxusklasse dar. Sie nutzen nur mehr das Fahrgestell des Basisfahrzeugs. Aufbau sowie Fahrerhaus werden komplett vom Wohnmobil-Hersteller konstruiert und aufgebaut. Daher sind beim Vollintegrierten Wohnbereich und Fahrerhaus vollständig integriert.

Beschreibung des Vollintegrierten Wohnmobils

 

Durch die Integration von Aufbau und Fahrerhaus entsteht sehr hoher Wohnkomfort. Die gesamte Fläche kann als Wohnbereich genutzt werden, und VI-Fans schätzen das Panoramafenster im Fahrerhaus. Die vorderen Sitze sind drehbar, und gehören zum großzügigen Wohnzimmer des Vollintegrierten. Die Rundum-Verglasung mit weit zurückgezogenen Seitenfenstern erlauben somit Wintergarten-Feeling.

Durch den Aufwand dieses Aufbaus steigen die Kosten, weshalb man Vollintegrierte Wohnmobile fast nur im Hochpreissegment findet. Ausstattung und Verarbeitungsqualität des Fahrzeugs sind daher ebenfalls immer eher im Luxussegment anzusiedeln. Hier lässt sich vom Backofen über die Waschmaschine alles finden.

Vollintegrierte sind auch ideal für’s Wintercamping geeignet: Da es keinerlei Übergänge zwischen Aufbau und Basisfahrzeug gibt, kann eine perfekte Dämmung erreicht werden.

Der Neu-Aufbau des Fahrerhauses ist jedoch nicht nur Vorteil. Als Nachteil muss hier die Crash-Sicherheit angeführt werden. Während Fahrzeughersteller umfangreiche (Crash-)Tests durchlaufen müssen, ist das für Wohnmobil-Bauer schon aufgrund der geringen Stückzahlen nicht möglich. Dass ein Kunststoff-Aufbau nicht wie eine Blech-Karosserie schützen kann, muss klar sein.

Zudem ergeben sich durch das Spezial-Fahrerhaus oft hohe Reparatur- und Wartungskosten. Motor und Aggregate sind nämlich oft nur nach komplettem Abbau der Fahrerhaus-Verkleidung zugänglich.

Was kostet ein vollintegriertes Wohnmobil?

Es gibt günstigere Wohnmobil-Arten, aber keine, die einer Wohnung auf Rädern tatsächlich so nahe kommt. Ähnlich einer Wohnung ist auch der Preis. Zwar geht es bei knapp € 60.000 los (z.B. bei Dethleffs), bei voller Ausstattung sind für große Modelle aber weit über € 100.000 kein Problem. (Siehe z.B. Carthago)

Wer fährt Vollintegrierte Wohnmobile?

Komfort-Suchende. Mehr Luxus als im VI geht nicht. In Vollintegrierten hast du nicht nur ein großzügiges Wohnzimmer mit Rundum-Verglasung, sondern – dem Preissegment geschuldet – meist auch allen Komfort an Bord.

Vorteile des VI

  • Raumgefühl
  • Platz
  • Luxus-Ausstattung
  • Perfekte Dämmung

Nachteile des VI

  • Crash-Sicherheit
  • Teure Wartungen und Reparaturen
  • Durch Größe und Gewicht oft LKW-Führerscheinklasse erforderlich

Alkoven-Wohnmobil

Ähnlich den teilintegrierten Wohnmobilen wird beim Alkoven-Wohnmobil ein separater Aufbau auf ein Basisfahrzeug montiert. Der wesentliche Unterschied zum Teilintegrierten ist eine zusätzliche Schlafkoje über dem Fahrerhaus. Damit nutzt keine andere Wohnmobil-Art die zur verfügung stehende Grundfläche so effizient.

Beschreibung des Alkoven-Wohnmobils

 

Das Alkoven-Wohnmobil stellt maximalen Wohnraum zur Verfügung. Der Aufbau sowie die mögliche Ausstattung unterscheidet sich kaum vom Teilintegrierten, der Unterschied liegt aber in der Schlafkoje über dem Fahrerhaus („Alkoven“).

Dieser Alkoven bietet meist zwei Schlafplätze, weshalb Alkoven-Mobile bei Familien beliebt sind. Mit einem Festbett für die Eltern können zwei Kinder im Alkoven schlafen, ohne Notwendigkeit zum Umbau der Sitzgruppe. Auch großen Familien verschafft ein Alkoven genügend Schlafplätze.

Auch als Stauraum wird der Alkoven gerne genutzt. Hier ist jedoch zu beachten, dass schwere Gegenstände nicht im Alkoven gelagert werden sollten (insbesondere während der Fahrt).

Kein Licht ohne Schatten – der Alkoven erhöht die Höhe sowie den Luftwiderstand des Fahrzeugs beträchtlich. Daher steigt auch der Verbrauch, die mögliche Reisegeschwindigkeit sinkt. Auch höhere Fähr-Preise können sich (je nach Tarifstruktur und Fahrzeughöhe) ergeben.

Was kostet ein Alkoven-Wohnmobil?

Alkoven-Mobile sind preislich ähnlich den teilintegrierten angesiedelt. Der Aufpreis für den Alkoven gegenüber einem gleichwertigen Teilintegrierten beträgt wenige tausend Euro.

Wer fährt Alkoven-Mobile?

Familien oder Paare mit großem Stauraum-Bedarf, die für das höhere Platzangebot höheren Verbrauch und geringere Geschwindigkeiten in Kauf nehmen. Große Familien mit bis zu sechs Personen, die sonst gar keine Möglichkeit hätten, gemeinsam mit dem Wohnmobil zu reisen.

 

Vorteile des Alkovens

  • Perfekte Raumausnützung
  • Mehr Platz bei gleicher LängeVor allem für Familien gut geeignet
  • Zwei zusätzliche Schlafplätze ohne Umbau
  • Alkoven als Stauraum-Erweiterung

Nachteile des Alkovens

  • Hoher Luftwiderstand und damit
  • Hoher Verbrauch
  • Niedrigere Reisegeschwindigkeiten
  • Höhere Fährpreise

Allrad-Wohnmobil / Offroad-Camper / 4x4-Camper / Expeditionsmobil

Ein Allrad-Wohnmobil erlaubt dir, dort Urlaub zu machen, wo andere nur zu Fuß hingelangen. Expeditionsmobile findest du kaum auf Campingplätzen, dafür aber an Orten, wo du kein Wohnmobil mehr erwartest.

Beschreibung des Allrad-Wohnmobils

Ein Allrad-Wohnmobil basiert meist auf einem Allrad-LKW. Selten werden auch klassische Wohnmobil-Basisfahrzeuge (wie Fiat Ducato) verwendet, die mit Allrad-Antrieb ausgestattet wurden.

Der Aufbau ist fast immer eine Spezialkonstruktion, ganz nach den Anforderungen der Besitzer. Von spartanisch bis Luxus ist alles möglich.

Expeditionsmobile siehst du nur selten am Campingplatz, da sie dort einfach fehl am Platz sind. Sie werden gebaut für Wüsten-Touren, Langzeit-Reisen durch Südamerika und Touren durch Gebiete, wo Straßen anders definiert werden, als in Europa.

Wer fährt Expeditionsmobile?

 

Abenteurer mit dem nötigen Kleingeld, die auch unwegsames Gelände befahren wollen, dabei aber nicht auf Wohnkomfort verzichten wollen. Reisende mit viel Zeit, die lange Touren auf andere Kontinente planen.

 

Was kostet ein Expeditionsmobil?

Expeditionsmobile sind zwar sehr unterschiedlich, allerdings immer teuer. Allrad-Mobile auf Transporter-Basis liegen bereits um die € 100.000 und darüber. Große Kaliber auf LKW-Basis haben keine Probleme, die € 200.000 zu überschreiten. Siehe z.B. die Preisliste der Firma Bimobil.

Vorteile des Expeditionsmobils

  • Grenzen existieren kaum
  • Abenteuer pur

 

Nachteile des Expeditionsmobils

  • Enorme Kosten
  • LKW-Unterbau schränkt ein (Fahrverbote usw.)
  • Spritverbrauch

Wohnkabine/Pickup-Kabine/Absetz-Kabine

Eine Wohnkabine ist ein vom Basisfahrzeug getrennter Wohn-Aufbau, der auf ein Basisfahrzeug aufgesetzt, mit diesem aber nicht permanent verbunden wird. Ob eine Absetz-Kabine überhaupt zu den Wohnmobil-Arten zählt, ist daher sicherlich diskussionswürdig. Sobald die Kabine am Fahrzeug ist, hat das Gesamtpaket jedoch eindeutig Wohnmobil-Charakter.

Beschreibung der Wohnkabine

Wohnkabinen werden meist auf Allrad-Pickup-Trucks montiert, aber auch Pritschenwagen sind eine taugliche Basis.

Wohnkabinen kombinieren die Vorteile des Wohnwagens mit jenen des Wohnmobils: Erreicht das Basisfahrzeug das Ende seiner Lebensdauer, kannst du die Wohnkabine einfach auf das nächste Basisfahrzeug montieren. Auch bei stationären Aufenthalten (z.B. am Campingplatz) hast du ein unabhängiges Fahrzeug zur Verfügung, da die Wohnkabine meist rasch auf Stützen abgesetzt werden kann.

Nachteilig ist die Trennung des Wohn-Aufbaus vom Fahrerhaus. Zudem ist das Platzangebot einer Wohnkabine naturgemäß beschränkt. Reisen mit mehr als zwei Reisenden sind schwierig zu verwirklichen.

Die Grundrisse der meisten Wohnkabinen unterscheiden sich kaum, da die Bauform nur wenige Alternativen zulässt. Meist befindet sich der Schlafbereich in einem Alkoven, dahinter eine Sitzgruppe, und im hinteren Bereich der Kabine die Küchenzeile sowie die Nasszelle.

Ähnlich dem Allrad-Wohnmobil erlaubt dir eine Wohnkabine auf einem Allrad-Pickup, an abgelegene Orte zu gelangen. Allerdings muss die Kabine dafür meist abgesetzt werden. Der Schwerpunkt des Fahrzeugs ist mit Kabine zu hoch, um wirkliche Offroad-Strecken bewältigen zu können. Du hinterlässt die Kabine dann auf Stützen in deinem Basislager, und erkundest die Umgebung mit dem Pickup.

Was kostet eine Wohnkabine?

Die Wohnkabine ist grundsätzlich eine günstige Lösung. Ähnlich dem Wohnwagen muss hier das Basisfahrzeug nicht mitbezahlt werden. Es wird natürlich dennoch benötigt, kann aber durchaus auch Alltagsfahrzeug sein. Zudem muss die Wohnkabine nicht am Ende der Lebensdauer des Basisfahrzeugs entsorgt werden. Die Preise liegen etwas den Preisen für vergleichbare Wohnwägen.

Als Anhaltspunkt hier die Preisliste der Firma Tischer.

Wer fährt Wohnkabine?

 

Abenteurer, die die Kosten für ein Expeditionsmobil scheuen, oder das Basisfahrzeug im Alltag nutzen möchten. Langfristige Kosten-Optimierer, die ihren Wohnaufbau für lange Zeit nutzen, und damit mehrere Basisfahrzeuge überdauern möchten.

Vorteile der Wohnkabine

  • Basisfahrzeug austauschbar
  • Wohnkabine absetzbar, dann unabhängiges Fahrzeug verfügbar
  • Offroad-Fähigkeiten bei geeignetem Basisfahrzeug

Nachteile der Wohnkabine

  • Getrennter Fahrer- und Wohnraum
  • Eingeschränkter Platz

Kostenvergleich der Wohnmobil-Arten

Ein wesentliches Unterscheidungskriterium zwischen verschiedenen Wohnmobil-Typen ist natürlich immer der Preis, da dieser zu deinem Budget passen muss. Glücklicherweise gibt es aber bei allen Wohnmobil-Arten eine große Preisspanne. Die nachfolgende Grafik stellt die verschiedenen Typen gesammelt dar und macht den Versuch eines Kostenvergleichs.

Zudem setzt die Illustration den Preis in Relation zum Platzangebot und Komfort. Dabei geht es natürlich nur darum, eine bestimmte Wohnmobil-Art im Spektrum einzuordnen. Du kannst daher Tendenzen erkennen, aber nicht unbedingt Absolutwerte aus der Grafik ablesen.

Preis-/Platzverhältnis der Wohnmobil-Arten

Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, um Beispiel einen großen Kastenwagen mit Maximalausstattung zu finden, der teurer ist, als ein Vollintegrierter am unteren Ende des Preisspektrums. Tendenziell sind Vollintegrierte dennoch teurer als Kastenwägen.

Welche Wohnmobil-Arten bieten am meisten Flexibilität?

Es ist nicht einfach, die diversen Wohnmobil-Arten nach der gebotenen Flexibilität zu ordnen, da jeder Flexibilität anders definiert. Während den einen ein möglichst kleines Auto, das auf PKW-Parkplätze und vielleicht noch in die Tiefgarage passt wichtig ist, möchten andere lieber eine Wüste durchqueren und nirgends aufgrund des Fahrzeugs umkehren müssen.

Die nachfolgende Grafik macht den Versuch, den typischen Preis einer Wohnmobil-Kategorie in Relation zum Preis zu setzen. Kompakte Maße, Alltagstauglichkeit und Offroad-Fähigkeit wird hier als „flexibel“ gewertet, behebige, große Fahrzeuge als eher „unflexibel“. Da Expeditionsmobil tanzt hier etwas aus der Reihe, da es zwar groß ist, andererseits aber grenzenlose Freiheit verschafft.

Platz-/Flexibilitäts-Verhältnis der Wohnmobil-Arten

 

Und was ist mit dem Wohnwagen?

Wohnwagen-Symbolbild

Es mag überraschend kommen, doch ein Wohnwagen zählt nicht zu den Wohnmobil-Arten. Der wesentliche Unterschied ist der, dass ein Wohnwagen ein Wohnanhänger ist. Dieser Anhänger muss daher von einem Zugfahrzeug gezogen werden, während ein Wohnmobil hingegen selbst fährt.

Mehr dazu erfährst du unter Wohnwagen oder Wohnmobil!

Alternativen zum Wohnmobil

Dachzelt auf Geländewagen

Du möchtest mobil sein und unterwegs deine Behausung dabei haben? Unter all den Wohnmobil-Arten war aber die richtige nicht dabei? Wohnmobile sind zu teuer, zu spießig, zu langweilig? Dann sieh dir unbedingt die Alternativen zum Wohnmobil an.

Fazit

Das beste Reisemobil existiert nicht. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen, die Reisende an ein Wohnmobil stellen. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Wohnmobil-Arten, sodass für jeden Bedarf das richtige gefunden werden kann. Vor deiner Auswahl solltest du dich jedoch intensiv mit deinen bevorzugten Reisezielen, dem Platzbedarf, den Anzahl der Reisenden, Klima, Wetter und vielem mehr beschäftigen. Letztendlich schränkt fast immer auch das Budget ein. Viel Spaß bei deiner Auswahl, und gute Reise!

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