Kroatien. Ein Land, das ich seit meiner frühesten Kindheit (als es noch Jugoslawien hieß) beinahe jedes Jahr besucht habe. Als Süd-Österreicher hat man den Vorteil einer kurzen Anfahrt (z.B. Graz-Zagreb: 2h), weshalb Kroatien für mich sowohl Windsurf-Homespot, Relax-Ziel für lange Wochenenden und gelegentlich immer noch Urlaubsziel ist. Wer glaubt, Kroatien habe ausschließlich Riesencampingplätze zu bieten, irrt definitiv. Heute bietet Kroatien (neben den überlaufenen Hausmeister-Stränden, die es auch gibt) auch Geheimtipps, ausgezeichnete Küche, innovative Tourismustreibende und tolle Natur. Nicole vom Reiseblog Passenger-X plant einen Kroatien-Trip und ruft daher zu einer Blogparade auf. Aus diesem Anlass daher eine (völlig subjektive) Auswahl meiner Lieblings-Orte in Kroatien.

Rovinj: Italienisches Flair in Kroatien

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Wir starten mit zwei Tipps der Halbinsel Istrien im Norden des Landes. Zu allererst besuchen wir meine kroatische Lieblings-Stadt – jedenfalls ist sie das außerhalb der Hochsaison und wenn gerade kein Springbreak-Veranstalter Station macht: Rovinj. Hier erlebst du italienisches Flair, kannst in den engen Gassen flanieren, hoch über dem Meer im Garten vor der Kirche einen Kaffee trinken, und abends gut essen gehen.

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Über 15 Jahre ist es her, dass ich erstmals auf den Felsen der Mediterraneo Cocktail Bar () den Sonnenuntergang genossen habe. Das Erlebnis ist immernoch empfehlenswert. Wenn sich dann der Hunger einstellt, gehst du am Besten ins: Restaurant Balbi ( Gute Küche zu vernünftigen Preisen, weniger touristisch als die Restaurants direkt am Wasser, freundliche Bedienung. Wer einen besonderen Anlass feiern möchte und dafür entsprechend größeres Budget einplant, kann aber auch die spannenden Gerichte des Restaurants Monte (gleich unterhalb der Kirche) genießen.

Solltest du schon am Weg nach Rovinj Hunger bekommen, empfiehlt es sich, beim Restaurant Kiwi (Turisticka ul. 22, Tar) vor Porec Station zu machen. Früher einmal unaufregende Cevapcici-Station für die zahlreichen Touristen, besinnt man sich seit einiger Zeit auf Qualität, Tradition und regionale Produkte. Die kompakte Speisekarte enthält Gerichte, die man garantiert nicht in jedem Touristenlokal findet. Im November bekommt man hier schonmal einen traditionellen Bohnen-Octopus-Eintopf serviert (wärmt sehr!), bevor man dann das Steak ausgezeichneter Qualität am heißen Stein direkt am Tisch fertiggrillt. Die Online-Reviews des Restaurants sind durchwachsen, zumindest außerhalb der Saison haben wir aber ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Wer lieber auf das übliche Touristen-Triumvirat (Cevapcici-Raznici-Pleskavica) setzt, oder Pizza und Fischgerichte in guter Qualität zu vernünftigen Preisen sucht, wird auf der anderen Straßenseite beim freundlichen Wirt von Tri Kantuna fündig.

Kap Kamenjak

Setzt du den Weg südwärts fort, so kannst du dir bei Interesse das Amphitheater und das Aquarium von Pula ansehen – davon abgesehen gibt es meiner Meinung nach lohnendere Ziele als diese Stadt. Viel schöner ist es am 20 Minuten entfernen Kap Kamenjak, der Südspitze Istriens. Leider kein Geheimtipp mehr und in der Hochsaison daher voll, ist Kap Kamenjak im Frühjahr und Herbst eine Reise Wert. Hier kannst du

  • Baden,
  • Wandern,
  • Klippen-Springen (20 Meter – traust du dich?),
  • Radfahren (auch für Mountainbiker ist der Trailride am Ufer rund ums Kap sehr reizvoll, siehe Video unten)
  • Dinosaurier-Fußspuren im Fels suchen (ja, richtig gelesen)
  • und dir in der interessanten Safari-Bar (mitten im Schilf) eine Erfrischung gönnen.

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Bei Wind ist die Region auch Wind- und Kitesurf-Eldorado, gestartet wird v.a. vom Camp Stupice im nahegelegenen Premantura. Außerhalb der Saison ist der Campingplatz ein angenehmer Aufenthaltsort. Einfach, aber durchaus reizvoll. V.a. ein Stellplatz auf der kleinen Halbinsel ist etwas besonderes. Stand-up-Paddeln und Bootsfahrten helfen beim Zeitvertreib ohne Wind.

Eine absolute Empfehlung verdient das Restaurant „Fabula by Stare užance in Premantura, gleich oberhalb des Campingplatzes in der ersten Kurve. Hier gibt es eine moderne Küche die man in Kroatien nicht unbedingt erwarten würde, und coole Deko untermalt von Jazzmusik. Ein seltener Fund in Tourismus-Regionen.

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Das wenige Kilometer entfernte Medulin gilt es allerdings zu meiden. Eine Touristenhochburg par excellence (Grund: einer der wenigen Sandstrände der Region), die bereits ab Juni mit Dauer-Bassbeschallung abschreckt.

Plitvice

Falls du durch’s Landesinnere in den Süden reist, kommst du um einen Besuch der Plitvicer Seen nicht herum. Ein sehenswertes Naturspektakel.

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Es handelt sich leider keinesfalls um einen Geheimtipp. Wenn du die Seen in den Sommermonaten besuchen willst, heißt es daher: Früh aufstehen, und wenigstens die Hälfte des Parks durchlaufen, bevor die Reisebusse Horden von Touri-Gruppen entladen. Im Park gibt es einige Boots-Überfahrten, und sich dafür eine Stunde anstellen zu müssen, kommt durchaus vor.

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Unter der Glocke Gegrilltes

Zwischendrin mal ein allgemeiner Tipp: Eine besondere Zubereitungsmethode ist die dalmatinische „Peka„. Unter einer Gusseisenglocke wird hier Fleisch, Fisch und Gemüse über Glut gegrillt, was zu einem unglaublich zarten Resultat führt. Sollte man probiert haben, bekommt man aber nicht überall. Oft ist auch eine Vorbestellung erforderlich. Du solltest die Peka daher unbedingt in der Reiseplanung berücksichtigen und danach rechtzeitig Ausschau halten!

Aktiv am Peljesac

Während die umliegenden Inseln Hvar und Korcula Kroatien-Urlaubern bekannt sind, fristed die Halbinsel Peljesac ein relatives Schattendasein. Am Weg nach Dubrovnik kommst du daran vorbei, und kannst die Halbinsel sowohl am Landweg oder – etwas abgekürzt – per Fähre erreichen. Wenn du schon müde bist, ist die Fähre empfehlenswert, andernfalls ist man per Auto meist genauso schnell.

Peljesac ist ideal für einen Aktivurlaub. Wandere auf den Sv. Ilija, und du wirst mit einer grandiosen Rundumsicht auf die umliegende Inselwelt belohnt! Zahlreiche Mountainbiketrails stehen dir als sportliche Herausforderung ebenfalls zur Verfügung. Der Nordwesten der Halbinsel ist außerdem ein Kite- und Windsurfparadies.

 

Nachdem du es dir radelnd oder wandern verdient hast, stehen dir auch zahlreiche gute Restaurants zur Verfügung. Das Restaurant Forte in Viganj sticht hier besonders hervor – ein guter Tropfen Wein ist selbstverständlich, immerhin ist Peljesac ist eine Wein-Region.

Wenn du schonmal hier bist, kannst du auch gleich in 15min nach Korcula übersetzen. Versuche einen Zeitpunkt zu finden, wo kein Kreuzfahrtschiff im Kanal zwischen Peljesac und Korcula ankert, ansonsten findest du die gesamte Belegschaft in der kleinen Stadt (die behauptet, Geburtsort Marco Polos zu sein).

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Im „Piratennest“ Loviste. dem allerletzten Winkel der Halbinsel, wird der mutige Schotterpistenfahrer durch ein besonderes Restaurant belohnt. In einer absolut stillen Bucht gelegen findet man hier hauptsächlich Segler – und ein Restaurant, wo der Wirt für Gäste persönlich den Grill anheizt, während seine Frau inzwischen den Tintenfisch weichklopft. Finden musst du’s aber selbst, ich kenne weder Adresse noch Name des Restaurants.

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Am Weg zurück begegnen dir – zumindest, wenn du bei Nacht fährst – mit großer Wahrscheinlichkeit die letzten wildlebenden Schakale Europas. Kein Scherz!

Fazit

Natürlich handelt es sich hier nur um einen kleinen Ausschnitt aus meiner ganz persönlichen Sicht. Dubrovnik ist natürlich ebenso am Pflichtprogramm des Kroatien-Urlaubers wie die Krka-Wasserfälle und viele weitere. Aber diese findest du in jedem Reiseführer – viele der obigen Tipps nicht 😉