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Hallo, mein Name ist Gerfried. Seit ich vier Jahre alt bin, reise ich mit dem Wohnmobil. Mittlerweile sind das über drei Jahrzehnte. Heute heute bin ich gemeinsam mit meiner Frau, Olya, unterwegs, die ebenfalls das Wohnmobil-Virus gepackt hat. Hier möchten wir uns kurz vorstellen, und einige Worte über unseren Einstieg ins Wohnmobilreisen verlieren.

Wildcampen im Wohnmobil in Griechenland in den 80ern

Kindheitserinnerungen an Wohnmobilreisen

Zu meinen frühen Urlaubserinnerungen gehören wochenlange, unglaublich relaxte Strandurlaube im (gegenüber Wildcampern damals sehr toleranten) Griechenland der 80er-Jahre. Diese wechselten sich mit ausgedehnten Wohnmobilreisen in fast alle Länder Europas ab.

Meine Lieblings-Reiseposition war damals direkt am Motorblock des VW LT-Kastenwagens meiner Eltern (vorne zwischen den Vordersitzen). So bekam ich jeden Kilometer der Reise hautnah mit, und wurde bald auch unterstützend tätig (so sah ich es als 8-Jähriger jedenfalls), indem ich Kartenmaterial interpretierte. Damals durfte ich übrigens auch erstmals unter Papas Aufsicht am Lenkrad drehen (auf abgelegenen Schotterwegen). Campingplätze kannte ich damals kaum, Wohnmobilurlaub war damals noch wirklich mit grenzenloser Freiheit verbunden.

Als Teenager im Wohnmobil

Als ich im Teenager-Alter war, ließ schließlich die Abenteuerlust meiner Eltern etwas nach, und ich lernte erstmals Campingplatzurlaube kennen. Daran musste ich mich erst gewöhnen!

Als Kind, das gelernt hatte, sich mit dem dem Fangen und Grillen von Fischen aus Bächen und dem Bau von Drachen aus griechischen Plastiktischtüchern und Schilfrohr zu unterhalten, konnte ich mit dem Animationsangebot kroatischer Campingplätze rein gar nichts anfangen.

Immer wieder lobbyierte ich aber erfolgreich für “coole” Wohnmobilreisen. “Cool” waren diese Reisen nur dann, wenn es weit weg ging, für eine möglichst lange Zeit, und in möglichst unbekannte Länder.

Erst als mich der Staat Österreich zum Zwecke der Landesverteidigung monatelang vom Reisen abhielt, neigte sich meine Wohnmobilzeit als Mitreisender dem Ende zu. Das eine oder andere mal war ich noch mit von der Partie – studentische Städtereisen und Camping im Zelt bekamen aber temporär Vorrang.

Urlaube als Kind im Wohnmobil

Die ersten Wohnmobilreisen auf eigene Faust

Als ich Olya kennenlernte, hatte ich jemanden mit Interesse an Wohnmobilreisen gefunden. Nun wurde einige Male das elterliche Wohnmobil ausgeborgt. Der Kastenwagen war mittlerweile der zweiten Generation Alkovenmobil gewichen, und als Wohnmobil-Reisende mit 20 und 25 Jahren waren wir gewissermaßen eine Attraktion auf Campingplätzen. Der Wunsch, diese Art des Reisens doch öfters zu praktizieren war zwar bald da, doch das Studentenbudget erlaubte vorerst keine Umsetzung dieses Plans. Immerhin war viel Zeit für die Recherche vorhanden.

Nach dem Eintritt in die Arbeitswelt waren wir einige Male mit PKW und Zelt unterwegs, aber schnell stellten wir fest, dass unsere bevorzugte Art zu reisen mit Zelt und PKW durchaus mühsam war. Auf Korsika packten wir morgens unser Zelt zusammen, waren den ganzen Tag unterwegs, aßen auf einem Parkplatz zu Mittag, um abends unser Zelt am nächsten Campingplatz wieder aufzubauen. Nun war klar: Ein Wohnmobil musste her.

Ich war gerade 5 Wochen auf Dienstreise in Mexiko, als Papa mir eine Nachricht schickte. “T3 Westfalia Joker in Bauernscheune entdeckt. Ist aber sicher schon weg, bis du wiederkommst”. Tja, nicht mit mir.

Das erste, eigene Wohnmobil

Meine Frau wurde zuerst zur Besichtigung und zum Fotografieren geschickt – sie war schnell überzeugt. “Ich sitze am Bett und lasse die Beine hinten rausbaumeln. Ich stell’ mir vor, an welchem Strand wir das tun könnten”. Ein Freund erledigte die technische Durchsicht, welche ebenso positiv ausfiel: “Kannst du kaufen – sonst kauf ich ihn!”. Ich selbst verbrachte jede freie Minute mit Recherche von Mängelpunkten und Erfahrungsberichten online. Mein erster Wohnmobilkauf wurde somit per Internet organisiert. Eine Online-Überweisung später war der Joker unser erstes Wohnmobil – und ich musste noch drei harte Wochen darauf warten.

Unser Fahrzeug, mit Bj. 82 immerhin schon 30 Jahre alt, wurde nach meiner Rückkehr in wochenlanger Arbeit auf Vordermann gebracht. Zwar war der T3 optisch einwandfrei, wir wollten es aber etwas moderner haben. Neue Vorhänge und Sitzbezüge wurden geschneidert, Tapeten entfernt, ein neuer Lackanstrich innen angebracht, die Gasanlage erneuert, ein Abwassertank sowie eine supermoderne LED-Lichtanlage eingebaut, und dem Motor wurde ein Zusatz-Ölkühler gegönnt. Schlussendlich war unser Schmuckstück bereit für die erste Reise – welche bravourös gemeistert wurde. Drei Wochen Griechenland zählen nach wie vor zu unseren spannendsten Urlaubserinnerungen.

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Mehr Platz muss her

Ein Problem hatte der Bulli allerdings: Der Platz reichte nicht. Zwei Saisonen waren wir mit dem unverwüstlichen Gefährt unterwegs, dann mussten wir aber einsehen, dass ich ein unpraktisches Hobby hatte: Windsurfen ist wohl eine der materialintensiveren Sportarten. Im T3 bedeutete dies, dass der Innenraum bis oben hin vollgepackt wurde. Wollten wir unterwegs an den Kühlschrank gelangen, musste entweder Olya akrobatische Verrenkungen durchführen, oder man musste den ganzen “Krempel” auf einem Parkplatz hinten nach draußen schieben, sich eine Wasserflasche holen, und dann wieder alles einladen und festzurren. Übernachtungen unterwegs waren wenig erholsam – mit einem Auge schielte ich immer nach dem teuren Material, das ungesichert neben dem Bus “warten” musste.

Somit wurde schließlich auf einen Pössl Duett L upgegradet. Endlich hatten wir genügend Platz. Windsurfmaterial am Dach, Räder am Heck, und wir quasi im “Luxus” im Inneren. Wir sind von Frühjahr bis Winter soviele Wochenenden und beinahe jeden Urlaub damit unterwegs – das Wohnmobil ist immer startklar.

Über WomoGuide

Unter Gleichaltrigen gibt es zwar viele, die an Wohnmobilreisen Interesse hätten, aber nur ganz wenige, die auch tatsächlich schon im Wohnmobil ihren Urlaub verbringen. Wer noch nie mit dem Wohnmobil verreist ist, kann viele Dinge nicht wissen, die sich erst aus der Erfahrung ergeben. Der Wohnmobilkauf ist so natürlich schwierig, und stellt sich als beinahe unüberwindliche Hürde aus Rechere und Fehlerpotential dar.

Irgendwann, als ich die immer wieder gleichen “Camping-Basics” zum vielten Male erklärte, dachte ich mir: “das müsste man mal aufschreiben”. Zwar sind seit diesem Gedanken wieder einige Jahre vergangen, aber nun passiert es endlich: Der WomoGuide bietet

  • Information für Einsteiger
  • Kaufberatung für Neulinge und alte Hasen
  • Strukturierte Entscheidungshilfen

Sollte ich ein Thema noch nicht behandelt haben, lass es mich bitte wissen!

dieses Camping-Wissen müsste man mal aufschreiben

Gerfried, ca. 2013

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