Olya hatte ein verlängertes Wochenende schon für Monate fix verplant. Das geht normalerweise gar nicht, schließlich beobachtet der spontane Kastenwagen-Fahrer das Wetter bis zu Minute 0 vor Abfahrt akribisch, um im letzten Augenblick über das ideale Ziel zu entscheiden. Aber das Leben besteht aus Kompromissen, und wenn Olya unbedingt zum Vienna Wool & Design Festival muss, dann machen wir das Beste daraus. Die erste Idee (Aufenthalt am Neusiedler See und Zug nach Wien) wurde aufgrund der Wettervorhersage verworfen. Biken im Wienerwald auf den jungen Wienerwaldtrails klang dann aber vielversprechend.

Aufbruch im „Morgengrauen“

Samstag: Wir stehen frühmorgens auf (also um 9), frühstücken, und fahren dann die 200km nach Wien. Bikes und Boards habe ich noch am Freitag auf den Bus gehievt, somit bleibt vor Abfahrt nur mehr der Kühlschrank zu befüllen. Zwei Stunden später erreichen wir bei wenig Verkehr Wien.

Die beste Camperbasis für die Wiener Innenstadt und den Wienerwald

Nur wo machen wir nun Station? Wien bietet mehrere Campingplätze sowie einen Stellplatz, und auch im Wienerwald gibt es weitere Campingmöglichkeiten. Freistehen ist diesmal aufgrund des Wetterberichts und der zu erwartenden Schlammschlacht beim Biken keine bevorzugte Option (wir werden viel heißes Wasser benötigen).

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Unsere Wahl fällt auf den Campingplatz Wien West. Am westlichen Rand Wiens gelegen sollte die City gut erreichbar sein und der Wienerwald ist ganz nah. Dieser entpuppt sich auch als gute Wahl, wenn man den Westen Wiens, vor allem aber die Natur am Stadtrand erkunden will.

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Biketour im Wienerwald

Kaum angekommen, sind wir auch schon auf den Rädern. Keine 10min dauert es, bis um uns herum nur mehr Vögel zwitschern. Unser Ziel sind die Wienerwald Trails – eine Anzahl von freigegebenen Mountainbike-Trails, die allerdings für Orts-Unkundige nicht ganz einfach zu finden sind – jedenfalls nicht, wenn man Fahrverbote brav befolgen will. Bald werden wir durch ein Verbotsschild gezwungen, unsere geplante Route zu verlassen, und fahren unsere Bikes bald durch tiefen Schlamm.

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Bärlauch-Fans kommen hier auf ihre Kosten – der Boden ist beinahe durchgehend bedeckt und der charakteristische Knoblauchduft liegt in der Luft.

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Während wir uns einige Höhenmeter nach oben kurbeln, genießen wir bislang ungekannte Ausblicke auf Wien: ../../../../Kamera-Uploads/2017-04-29%2017.41.41.jpg

Wir erreichen schließlich doch die Sophienalpe und finden kurz vor der Mostalpe den Start eines offiziellen Trails. Die GoPro blieb diesmal zuhause, deshalb ist dieser Teil nicht dokumentiert. Spaß hat’s gemacht, aber leider war der Trail kurz, und in ein paar Minuten erledigt.

 

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Am Abend belohnen wir uns für die Mühen mit Lamm bei unserem Wiener Lieblings-Griechen Odysseus.

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Wiener Coffeeshops am Sonntag: Geschlossen

Am nächsten Tag nutzen wir erstmalig Uber. Slobodan, der früher für das serbische Justizministerium gefahren ist, fährt uns in perfekter Manier in aller Früh (9 Uhr) zum Westbahnhof. Olya hat heute ihren Festival-Workshop, ich bin also mir selbst überlassen. Eine gute Gelegenheit, specialty coffeeshops aufzusuchen, und mich mit Koffein und Bohnen einzudecken. Denke ich. Leider haben viele davon geschlossen, und ich erhole mich von 2 Fehlschlägen erstmal in der Sonne auf den Bänken des Museumsquartiers.

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Schließlich werde ich 20min Fußmarsch später bei den coffeepirates doch noch fündig. Zugegeben, latte art können die Piraten besser als ich 😉

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Nachdem ich laut smartwatch die heute fälligen 10.000 Schritte bereits zurückgelegt habe, fühle ich mich richtig aufgewärmt für eine zweite Biketour. Ich finde schöne Trails, verfahre mich, genieße weitere Ausblicke, und finde ich mich am Ende meiner Kräfte in einem Talkessel. Alle Wege zurück führen wieder 500 Höhenmeter nach oben – das war nicht geplant. Auf der Bank einer Bushaltestelle sehe ich mir erstmal einen Teil des ATP-Finales in Barcelona (Thiem-Nadal) an, während ich zwei vergessene, bröselige Müsli-Riegel vom Boden meines Rucksacks kaue. So gestärkt schaffe ich auch den letzten Anstieg.

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Nach einem ausgiebigen Dinner (diesmal: Vietnamesisch) gehen wir früh ins Bett – am nächsten Tag soll’s Wind geben!

Erster Surftag in Weiden am Neusiedlersee

Und so ist es auch. Zwar ist morgens noch alles eher grau in grau, wir brechen trotzdem auf und fahren zum Nordufer des Neusiedlersees. Mein Lieblingsspot Weiden ruft. Der Wind ist etwas böig, 1.5h Stunden surfen sind aber drin. Das Wasser ist kalt, daher sind 1.5h auch völlig ausreichend. Anschließend genießen wir noch die mittlerweise aufgetauchte Sonne.

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Fazit

Schön war’s. Ein Wochenende mit vielen verschiedenen Aktivitäten ist eindeutig länger, als eines, dass man nur auf der Couch verbringt. Ein ganz klares Argument für den eigenen Camper – wer will schon auf längere Wochenenden verzichten?

Mehr zum Camping Wien West findest du hier.

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