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Aus dem Wohnmobil auf die Adria blicken - WoMo Guide

Nach unserem Besuch der Lepa Vida Winery bleiben wir noch im slowenischen Vipava-Tal, und schrauben uns auf einer schmalen Straße bis nach Sinj Vrh auf 1000m über dem Meer. Dort genießen wir slowenische Hausmannskost und einen Blick auf die Adria.

Am Vorabend durften wir eine tolle Weinverkostung bei Matija am Lepa Vida-Weingut genießen. Am folgenden Morgen kaufen wir noch Wein ein, und fahren dann auf Matijas Anraten hinauf nach Sinj Vrh, von wo aus man das gesamte Vipava-Tal überblicken kann. Diesen Ausblick wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Stellplatz am Weingut Lepa Vida

Die Anfahrt zu Sinj Vrh über dem Vipava-Tal

Für die Fahrt zu Sinj Virh mit dem Wohnmobil empfiehlt sich eigentlich der Weg von Süden, da dieser zweispurig ausgezeichnet ausgebaut ist. Nur die letzten paar hundert Meter sind dann so schmal, dass man hoffen muss, keinen Gegenverkehr zu haben.

Wir aber mögens abenteuerlich, und folgen Matijas Rat, doch die reizvollere Strecke von Norden zu probieren.

Diese ist zwar großteils auch unproblematisch, doch einmal geht der Pulsschlag doch in die Höhe. Nämlich, als wir einige Tunnel durchfahren, die wild aus dem Stein gehauen wurden. Schmal, niedrig, finster: Beste Voraussetzungen für Wohnmobile. Einmal haben wir Gegenverkehr an einer schmalen Stelle, doch davon abgesehen haben wir Glück, und wir düsen ohne Probleme durch die Engstelle.

Wir kommen sogar an einem „Autocamp“ vorbei – hätten wir hier oben nicht erwartet.

Oben angekommen, ziehen wir neugierige Blicke auf uns. Ein Wohnmobil ist hier, weit oben in den slowenischen Bergen, wohl kein alltäglicher Anblick. Nun, im Mai, haben wir keine Parkplatzprobleme, es steht genügend Platz zur Verfügung. Wie uns die Kellnerin aber mitteilt, ist Sinj Vrh ein sehr beliebtes Ausflugsziel, und ab Ende Juni geht ohne Reservierung nichts mehr. Wir gehen also davon aus, dass es dann mit dem Parken sowie der Zufahrt um einiges schwieriger wird.

Von den slowenischen Bergen bis nach Grado blicken

Nach Tagen des Schlechtwetters haben wir Glück. Es ist zwar etwas diesig, doch trotzdem sehen wir bis zur Adria.

Essen bei Sinj Vrh

Wie wir von Matija wissen, wird in der Pension von Sinj Vrh ausgezeichnet gekocht. Er hat nicht übertrieben!

Die nette Kellnerin bietet vier verschiedene Fleischgerichte (Wild, Lamm, Rind und Schwein) an, dazu gibt es mehrere, traditionell-slowenische Beilagen. Wir blicken unentschlossen, und die Kellnerin löst unser Problem, indem sie uns kurzerhand ein bisschen von allem bringt.

Eine ausgezeichnete Wahl! Alle Produkte stammen aus der Region, und das schmeckt man. Das Lamm fällt vom Knochen, das Rind zergeht auf der Zunge. Auch die Beilagen sind ganz hervorragend. So zum Beispiel ein Risotto aus Buchweizen oder die typisch slowenischen Strukli (eine Art Topfenstrudel, als Beilage zum Hauptgericht pikant gefüllt). Der Salat ist knackig-frisch und war wohl kurz zuvor noch im Garten.

Als Dessert gibt es für Olya eine Art cheesecake, ich bleibe bei den Strukli, diesmal perfekt mit süßer Nussfüllung.

Für alles zusammen bezahlen wir etwa 40 Euro (2 Personen, Salat, Hauptspeise, Dessert und Getränke). Das ist der Qualität absolut angemessen.

Wandern und Ausblicke um Sinj Vrh

Mit vollem Bauch genießen wir erstmals den Ausblick zur Adria. Es ist bewölkt und sieht regnerisch aus, bleibt aber vorerst warm und trocken.

Nach einer kurzen Verdauungsphase begebe ich mich zum Gipfel über der Pension, schließe Bekanntschaft mit den Kühen, die mich interessiert betrachten, und genieße die slowenischen Bergpanoramen.

Unsere Empfehlungen für Sinj Vrh

Ist Sinj Vrh einen Besuch wert? Ohne Frage: Ja. So gutes „comfort food“ haben wir schon lange nicht gegessen, hier gibt es richtige, slowenische Hausmannskost in hervorragender Qualität.

Großen Wohnmobilen über 7m sowie hohen und breiten Wohnmobilen können wir aufgrund der Tunnel-Engstelle eine Anreise auf der nördlichen Strecke nicht empfehlen. Hier würden wir die Zufahrt von Süden bevorzugen, und idealerweise das Wohnmobil nahe der Hauptstraße parken, bevor man die letzten 300m zu Sinj Vrh fährt, denn diese sind wieder sehr schmal und teilweise ohne Ausweichmöglichkeit.

Eine Anfahrt frühmorgens hilft wohl auch, den Ausflügler-Verkehr in Grenzen zu halten.

Bei der Auffahrt kamen wir an mehreren Gruppen Mountainbikern und Rennrad-Fahrern vorbei, es dürfte hier also nicht nur Rennrad-Touren sondern auch Trails geben.

In Sinj Vrh werden auch diverse Workshops (Yoga, Malerei usw.) angeboten.

Von Sinj Vrh in Richtung Koper

Wir fahren diesmal direkt nach Süden, und wie schon beschrieben ist diese Strecke für Wohnmobile viel leichter zu bewältigen.

Die direkte Fahrt in Richtung Rijeka wird durch eine gesperrte Autobahn-Ausfahrt verhindert, und so landen wir irgendwo hinter Koper auf der Landstraße.

Blick über Koper und Triest

Ein kurzer Blick auf die diversen Apps zeigt uns, dass wir nur wenige hundert Meter von einem Übernachtungsplatz entfernt sind. Dort hin begeben wir uns nun über eine Schotterpiste.

Ausblick über Triest und Koper

Wir rechnen gar nicht mit dem genialen Ausblick, der sich hier abends bietet. Links sehen wir die Lichter von Koper, rechts das Lichtermeer von Triest. Wir schlafen ausgezeichnet, bevor wir unseren Weg nach Kroatien am nächsten Tag fortsetzen.