Zur Stromversorgung im Wohnmobil kann man ganze Bücher schreiben. Auf diesem Gebiet sind wir zwar nicht die Experten, aber so können wir aus Anwendersicht die Ergebnisse unserer eigenen Recherchen zur Stromversorgung im Wohnmobil dokumentieren. Dieser Artikel stellt daher die Wohnmobil-Elektrik für Anfänger dar. 

Woraus besteht die elektrische Anlage eines Wohnmobils?

Wie kommt der Strom ins Wohnmobil, und wozu wird er dort verwendet? So kompliziert ist die Elektrik im Wohnmobil gar nicht: Hier ein Überblick!

Die elektrische Stromversorgung im Wohnmobil wird bei den meisten Wohnmobilen von der Stange durch

  • ein bis zwei Versorgungs-Batterien für den Aufbau
  • ein Ladegerät, um diese Batterien mit Landstrom zu laden
  • eine Verbindung zur Lichtmaschine, um die Aufbaubatterien auch während der Fahrt durch den Motor laden zu können
  • eine 220V-Installation, um mit Landstrom auch 220V-Geräte im Wohnmobil betreiben zu können.
    gewährleistet.

Genutzt wird die gespeicherte Energie in den Batterien zum Beispiel für

  • 12V-Lämpchen
  • Den Betrieb eines Kühlschranks mit 12V
  • SAT-Anlage/TV
  • Den Betrieb elektrischer Einstiegsstufen
  • zum Aufbau von Internet-Hotspots
  • das Laden von Geräten wie Smartphones, Kameras und Laptops
  • den Betrieb von Wechselrichtern.

Stromversorgung Wohnmobil

Insbesondere Wohnmobile oder Sonderanfertigungen / Expeditionswohnmobile weichen von der Standardkonfiguration oft ab. So wird z.B. gerne auf das Ladegerät für Landstrom zugunsten einer großen Solaranlage und eines Generators verzichtet. Zudem ist dort auch eine 24V-Anlage denkbar.

Die Bordbatterie im Wohnmobil

Die Batterien im Aufbau des Wohnmobils werden Aufbaubatterien, Bordbatterien oder Versorgungsbatterien genannt. Sie werden zusätzlich zur Starterbatterie verbaut, und gewährleisten die Wohnmobil-Stromversorgung immer dann, wenn kein Strom zugeführt werden kann.

Was unterscheidet die Bordbatterie von der Starterbatterie?

Die Starterbatterie findet sich in jedem Kraftfahrzeug. Sie betreibt den Anlasser, und wenn der Motor nicht läuft auch diverse Verbraucher (Beleuchtungsanlage, Klimaanlage, Radio, Standheizung). Natürlich hat auch das Basisfahrzeug eines Wohnmobils eine solche Starterbatterie. Die Starterbatterie ist primär darauf ausgerichtet, hohe Ströme in kurzer Zeit zu liefern, um den Motor mittels Anlasser in Gang zu setzen.

Die Starterbatterie ist aber nicht dafür ausgelegt, langsam mit niedrigen Strömen entladen zu werden. Vor allem aber darf sie nicht tiefentladen werden. Genau das passiert aber, wenn man an eine Starterbatterie viele Kleinverbraucher hängt. Zudem wird die Batterie dabei zu einem hohen Grad entladen. Beides verkürzt die Lebensdauer der Starterbatterie.

Für die Stromversorgung im Wohnmobil kommen daher andere Batterietypen zum Einsatz. Sie sind für die langsame Entnahme niedriger Ströme ausgelegt, und können zu einem höheren Grad entladen werden. Es ist daher wichtig, die Aufbau-Beleuchtung, Kühlschrank, Wechselrichter und andere Verbraucher im Wohnmobil an einer speziellen Bordbatterie zu betreiben. Diese speziellen Versorgungsbatterien sind zyklenfest, vertragen höhere Ströme und tiefe Entladungen besser als Starterbatterien.

Welche Batterien sind fürs Wohnmobil geeignet?

Batterien fürs Wohnmobil müssen wartungsfrei sein, denn Ausgasungen von Knallgas in den Wohnraum wären natürlich untragbar. Sie sollen bei hohen und niedrigen Temperaturen gut funktionieren, tiefe Entladungen vertragen und hohe Ströme bewältigen.

Daher werden für Wohnmobile hauptsächlich GEL und AGM-Batterien verwendet. Diese sind rüttelfest, können lageunabhängig eingebaut werden, vertragen die gelegentliche Tiefentladung. Insgesamt überwiegen die Vorteile der AGM-Batterien gegenüber GEL-Batterien. Einzig, wenn häufige Tiefentladungen notwendig sind, und die entsprechenden Nachteile keine Relevanz haben, ist die GEL-Batterie im Vorteil. Jedoch ist es generell bei beiden Batterietypen so, dass Tiefentladungen vermieden werden sollten.

Seit einigen Jahren sind Lithium-Ionen-Batterien stark im Kommen.
Sogenannte LiFePo4-Batterien weisen eine enorm hohe Energiedichte auf. Das zeigt sich v.a. im Gewicht: Auf 200Ah lassen sich gut und gerne 30kg gegenüber herkömmlichen Batterien einsparen, was für Wohnmobile ein starkes Argument ist.
Ein herausragendes Merkmal von LiFePo4-Batterien ist, dass ihre Kapazität fast völlig genutzt werden kann, und ihre Lebensdauer sehr hoch ist. Nur Vorteile also? Nicht ganz: Der Preis ist um einiges höher als jener von gewöhnlichen Batterien.

Der 12V-Stromkreis im Wohnmobil

Die Stromversorgung im Wohnmobil wird üblicherweise primär durch ein oder zwei sogenannte Aufbau-Batterien gewährleistet. Diese sind unabhängig von der Starterbatterie. Dies deshalb, damit man einerseits mit beruhigtem Gewissen die elektrischen Verbraucher im Wohnmobil betreiben kann, ohne Angst zu haben, danach nicht mehr starten zu können. Andererseits würde eine Nutzung der Starterbatterie für Verbraucher diese schneller altern lassen. Diese Verbraucher-Batterien speisen dann einen 12V-Stromkreis, an welchem Geräte wie Lese-Lämpchen, Kühlschrank und TV hängen.

Spezial-Wohnmobile können auch einen 24V-Stromkreis haben. Der Vorteil liegt darin, dass bei höherer Spannung für die gleiche Leistung eine niedrigere Stromstärke notwendig ist. Dadurch können auch die Kabelquerschnitte sinken bzw. die Kabellängen steigen. Dies ist aber eher die Ausnahme, als die Norm.

Die Wohnmobil-Batterien aufladen 

Die Aufbau-Batterien können eine gewisse Energiemenge bereitstellen (je nach Größe), müssen dann aber natürlich immer wieder nachgeladen werden. Dazu dienen unterschiedliche Stromquellen:

  • Während der Fahrt durch die Lichtmaschine (Optional mit Ladebooster)
  • Stationär mit Landstrom und einem dafür eingebauten Ladegerät
  • Durch eine Solaranlage
  • Durch einen Benzin-Generator
  • Durch eine Brennstoffzelle

Das Laden per Lichtmaschine und per Landstrom stellt die Basisausstattung der meisten Wohnmobile dar, während Solar, Generatoren und Brennstoffzellen nachgerüstet werden müssen.

Aufbau-Batterien per Lichtmaschine laden

In der Standard-Konfiguration werden die Aufbau-Batterien der meisten Wohnmobile durch die Lichtmaschine während der Fahrt geladen. Die Lichtmaschine wird durch den Motor angetrieben und produziert Strom (z.B. für Autoradio und Beleuchtung, aber auch zum Laden der Starterbatterie). Dieser Strom wird nun genutzt, um auch die Aufbau-Batterie(n) zu laden.

Was macht ein Trennrelais?

Würde man die Aufbau-Batterien einfach fix mit der Starterbatterie verkabeln, sodass beide durch die Lichtmaschine geladen werden, so würde dies dazu führen, dass die Aufbau-Batterie durch die Starterbatterie entladen werden könnte, wenn der Motor nicht läuft.
Daher verbaut man ein sogenanntes Trennrelais: Läuft der Motor nicht, wird die Verbindung zur Aufbaubatterie unterbrochen. Nur bei laufendem Motor wird die Verbindung hergestellt, und die Lichtmaschine lädt wieder.

Aufladen der Bordbatterien mit Euro6-Motoren

Intelligente Lichtmaschinen von Euro6-Motoren liefern nicht mehr stur eine Spannung, sondern versuchen diese so zu regeln, dass insgesamt möglichst wenig Energie verbraucht wird. So können moderne Fahrzeuge zum Beispiel beim Bremsen elektrische Energie gewinnen („Rekuperation“). Wenn die Batterie bereits randvoll ist, bringt das nichts. Deshalb versucht die Lichtmaschine dann, etwas „Platz“ für die Rekuperation zu lassen, und zum Beispiel nur zu 80% vollzuladen.
Der Effekt solcher Maßnahmen ist der, dass bei der Aufbau-Batterie unter Umständen nicht mehr genügend Strom ankommt. Das führt nicht nur dazu, dass sie eben nicht genügend aufgeladen wird, sondern führt auch zu einem schnelleren Alterungsprozess der Batterien.

Daher gibt es nun sogenannte Ladebooster. Das sind einfach Geräte, die verhindern, dass die Lichtmaschine frühzeitig die Arbeit einstellt. Zudem können Ladebooster ideal zur Batterie passende Ladekennlinien unterstützen.

Nicht jeder Euro6-Motor benötigt einen Ladebooster. Der Fiat Ducato ohne Start-Stopp scheint bis zum Jahr 2018 noch keine intelligente Lichtmaschine zu nutzen.

Das Aufladen der Aufbau-Batterien stationär mit Landstrom

Wohnmobil-Ladegerät

Stationär (also am Campingplatz, am Stellplatz oder zuhause) können die Batterien zudem per 220-Volt geladen werden. Dazu ist ein separates 220V-Ladegerät fix verbaut. An der Außenseite des Wohnmobils gibt es dazu eine Steckdose, an die man einfach ein Verlängerungskabel anschließt. Verbindet man diesen Wohnmobil-Stromanschluss mit einer fix installierten Steckdose, spricht man dabei auch von Landstrom.

Aussensteckdose am Wohnmobil

Sehr oft wird im deutschen Sprachraum der sogenannte Elektroblock (EBL) von Schaudt eingesetzt, der über das Ladegerät hinausgehend auch Kontrollzentrale mit Kontrolllämpchen, Schaltern und Sicherungen ist.

Vor allem beim Batterietausch ist es wichtig, dass dein Ladegerät auf den Batterietyp eingestellt wird. Nur dann kann die richtige Ladekennlinie/Ladeschlussspannung verwendet werden.

Der 220V-Stromkreis

Zusätzlich zum (aus den Aufbau-Batterien gespeisten) 12V-Stromkreis gibt es in den meisten Wohnmobilen einen 220V-Stromkreis. Während das Wohnmobil am Landstrom angeschlossen ist (zum Beispiel zuhause oder am Camping-/Stellplatz) werden nicht nur die Batterien über das Ladegerät geladen, sondern es können auch 220V-Geräte genutzt werden.

Der 220V-Stromkreis ist nicht sonderlich kompliziert: Wenn ein 220V-Kabel am Wohnmobil angesteckt ist, dann stellen auch an Steckdosen im Inneren des Campers 220V zur Verfügung. Es gibt üblicherweise keine eingebauten 220V-Verbraucher, aber du kannst zum Beispiele deine Kaffeemaschine von zuhause an 220V betreiben.
Der 220V-Stromkreis ist somit nur stationär, und daher nur auf Camping-/Stellplätzen oder zuhause nutzbar. Wenn du 220V-Geräte unterwegs und ohne Landstrom-Versorgung betreiben möchtest, benötigst du Wechselrichter.

Achtung: Ein wichtiges Thema bzgl. Kaffeemaschine von zuhause stellt die Absicherung der Landstrom-Zuleitung dar: Gerade auf Campingplätzen im Süden sind diese oft sehr schwach abgesichert (zum Beispiel 8A), und eine 2500W-Heizung einer Kaffeemaschine oder eines Heizstrahlers sorgen dann dafür, dass die Sicherung durchbrennt. Fürs Wohnmobil können daher z.B. nur Kaffeemaschinen mit niedriger Leistung empfohlen werden.

Wechselrichter: 220 Volt ohne Landstrom nutzen

Die Nutzung von 220V ist unterwegs grundsätzlich nicht möglich, da du dann nur 12V aus den Batterien zur Verfügung hast. Wer an seiner 12V-Anlage Geräte betreiben möchte, die 220V erfordern, muss einen Spannungswandler/Wechselrichter verbauen.

Ein Wechselrichter wandelt die 12V aus den Batterien in 220V um. Dabei kommt es zu Verlusten bei der Umwandlung. Wenn du deine Batterien mittels Landstrom (220V) lädst, hast du zweimal Umwandlungsverluste: Einmal von 220V auf 12V, und per Wechselrichter wieder umgekehrt. Das ist nicht sehr effizient. Sinnvoller wäre es eigentlich, an deinen 12V-Batterien auch 12V-Geräte zu nutzen.

Dennoch gibt es Geräte, die mit 12V nicht oder nicht gut funktionieren (oder nicht als 12V-Variante erhältlich sind), z.B.:

  • Elektroherdplatten (Insbesondere in gasfrei aufgebauten Expeditionsmobilen kocht man gerne elektrisch)
  • Haarfön
  • Kaffeemaschinen

Willst du diese Geräte nutzen, während du nicht am Landstrom angeschlossen bist, benötigst du daher einen Wechselrichter. Wechselrichter werden in unterschiedlichen Leistungsstufen angeboten.

Victron Phoenix Inverter 12/800 230V VE.Direct 700W 12V Spannungswandler

Bedenke hier unbedingt, dass deine Aufbaubatterien für die Entnahme hoher Ströme in kurzer Zeit ausgelegt sein müssen. Andernfalls werden sie durch den Wechselrichter sehr schnell altern.

Autarke Stromversorgung im Wohnmobil

Wer auf eine autarke Stromversorgung im Wohnmobil wert legt, erweitert die Standardausstattung meist durch eine Solaranlage. Es gibt aber auch eine Reihe weiterer Lösungen für jene Camper, die autark Strom erzeugen wollen. Wichtig ist in jedem Fall, dass die erzeugte Energie auch gespeichert werden kann. Deshalb beginnt die Erweiterung der autarken Möglichkeiten meist mit einer Vergrößerung der Batteriekapazität, beziehungsweise dem Hinzufügen einer weiteren Aufbaubatterie.

Zur autarken Stromversorgung kommen im Wohnmobil folgende Technologien zum Einsatz:

Die Solaranlage

Gefühlt jedes zweite Wohnmobil hat mittlerweile eine Solaranlage: Aus gutem Grund. Sie erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Wohnmobils abseits von Camping- und Stellplätzen enorm.

Solar am Knaus Boxlife

Eine Solaranlage besteht aus

  • Solarmodulen
  • Einem Laderegler
  • Kabel und Montagematerial

Mehr zur Solaranlage im Wohnmobil erfährst du hier.

Das Wohnmobil per Generator mit Strom versorgen

Nicht nur für autarke Stromversorgung im Wohnmobil, sondern auch für verärgerte Nachbarn, sorgen benzinbetriebene Stromgeneratoren. Unabhängig vom Wetter kann damit Strom erzeugt werden. Man wird so zwar unabhängig von Landstrom und der Leistung einer Solaranlage, allerdings sind auch sogenannte Flüstergeneratoren nicht wirklich leise. Wer einen Generator neben anderen Wohnmobilen betreibt, macht sich keine Freunde aufgrund des Lärms.

Dennoch schwören viele Individualreisende auf Generatoren als Notlösung. Der Honda EU10 gehört zu den bestbewertetsten Generatoren bei Amazon. André von Amumot hat einige weitere getestet.

Unbekannt Honda Campingbedarf Stromgenerator EU 10I, 32717
  • Motor: 4-Takt GXH50
  • Dauerleistung: 3,9 Stunden
  • Ökoschaltung: 8 Stunden
  • Maximalleistung: 1000 VA
  • Dauerleistung: 900 VA

Die Brennsstoffzelle im Wohnmobil

Vor Jahren noch Zukunftsmusik, ist mittlerweile auch die Brennstoffzelle als Energielieferant fürs Wohnmobil als kauffertiges Produkt verfügbar. Ihr Vorteil ist, dass sie lautlos auf chemischem Weg Strom erzeugt.
Klarer Nachteil ist der hohe Preis von einigen tausend Euro, sowie der Stauraumbedarf des Brennstoffs. Zudem hält eine Brennstoffzelle nicht ewig. Efoy gibt z.B. eine Lebensdauer von 3000 Betriebsstunden an, bis die Leistung nachlässt. Das lässt sich durchaus schnell erreichen, wenn man viel im Wohnmobil reist (und für Wenigreisende dürfte eine Brennstoffzelle kostentechnisch wenig Sinn ergeben). Ein weiterer Nachteil ist, dass der Treibstoff für die Brennstoffzelle Platz und Gewicht benötigt.

Windenergie im Wohnmobil nutzen

Ein Windrad aufs Womo-Dach zu kleben ist wohl doch eher die absolute Nischenlösung. Wer auf absolute Autarke wert legt, kann sich aber eine Windenergie-Lösung fürs Wohnmobil konstruieren. Bausätze gibt es auf ebay und Amazon.

Strom im Wohnmobil nutzen

Geräte laden

Smartphones, Laptops, Kameras: Reisende haben mittlerweile eine Vielzahl an Geräten dabei, die regelmäßig aufgeladen werden müssen. Am Landstrom ist dies noch relativ einfach, da man einfach dieselben Ladegeräte wie zuhause verwenden kann. Doch wie läuft das unterwegs? Hier einige Tipps.

USB-Steckdosen

Viele Geräte werden heute per USB geladen. Wer hier auf eigene Ladegeräte verzichten will, kann sich im Wohnmobil USB-Steckdosen einbauen lassen. Damit ist nur mehr ein einfaches Kabel erforderlich – sehr praktisch.

USB-Steckdose Wohnmobil

Doch Achtung: Die Bordspannung von 12V ist zu hoch für die zu ladenden Geräte, und wird daher durch eine USB-Steckdose auf 5V umgewandelt. Dieser Spannungswandler erzeugt permanent Verluste. Daher ist es wichtig, dass eine USB-Steckdose abgeschalten werden kann. Manche USB-Steckdosen haben einen integrierten Schalter, doch falls du mehrere Steckdosen verbaust, kann es auch dann sinnvoll sein, einen separaten Schalter zu verbauen, sodass du alle Steckdosen vom Netz trennen kannst.

Ebenso wichtig ist es darauf zu achten, dass die verbaute USB-Dose einen hohen Strom liefern kann. Günstige Modelle schaffen nur 1000mA, womit Ladevorgänge viel länger dauern, als notwendig. 2000-3000mA sollten es schon sein.

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Den Kühlschrank im Wohnmobil elektrisch betreiben

Kompressorkühlschrank Wohnmobil

Absorberkühlschränke können mit 220V, 12V und mit Gas betrieben werden. Für 220V wird Landstrom benötigt. Daher betreibt man Absorberkühlschränke stationär nur am Campingplatz oder zuhause (zum Vorkühlen) elektrisch, muss auf Parkplätzen ohne Stromanschluss aber auf Gas zurückgreifen.

Unterwegs wird der Absorberkühlschrank mit 12V gekühlt. Dabei hat er einen niedrigen Wirkungsgrad: Er funktioniert suboptimal und verbraucht viel Energie. Da die Lichtmaschine aber kontinuierlich Spannung bereitstellt, fällt dies nicht ins Gewicht.

Bei stationärem Aufenthalt ohne Landstrom-Versorgung (z.B. beim Freistehen) wird der Absorberkühlschrank üblicherweise mit Gas gekühlt. Aufgrund des schlechten Wirkungsgrads wäre eine Batterie schnell geleert. Meist sind Absorberkühlschränke so geschaltet, dass sie auf 12V ohnehin nur bei laufendem Motor funktionieren, womit ein unbeabsichtigtes Leeren der Batterie verhindert wird. Dafür riskiert man ein unbeabsichtigtes Erwärmen des Kühlschranks, wenn man nach Ankunft vergisst, einen anderen Betriebsmodus zu wählen. Moderne Kühlschränke können daher ihren Betriebsmodus automatisch umschalten.

Kompressorkühlschränke können nicht mit Gas betrieben werden, haben aber im elektrischen Betrieb einen guten Wirkungsgrad. Wohnmobil-Kompressorkühlschränke werden mit 12V betrieben, d.h. die Energie kommt immer aus der Batterie/dem Bordnetz. Hängt man gleichzeitig am Landstrom, lädt das Ladegerät die Bordbatterie, bevor diese wiederum den Kühlschrank speist. Gewisse Ladegeräte haben auch einen sogenannten Lastausgang, an welchem dann direkt Verbraucher angeschlossen sein können.

Selbstausbauer greifen gerne auf gewöhnliche Haushalts-Kühlschränke zurück. Auch dabei handelt es sich um Kompressorkühlschränke, die jedoch auf 220V-Betrieb ausgelegt sind. Hier funktioniert der Betrieb nun umgekehrt: Bei verfügbarem Landstrom läuft der Kühlschrank direkt mit 220V. Ohne Landstrom muss die 12V-Spannung der Batterie in 220V umgewandelt werden. Dafür wird ein Spannungswandler zwischen Batterie und Kühlschrank benötigt.

Elektrisch kochen im Wohnmobil

Viele Wohnmobil-Reisende nehmen fürs Kochen im Wohnmobil einen tragbaren Elektrokocher mit auf Reisen. Am Campingplatz kann so auch im Freien gekocht werden. Man nutzt dabei einfach den Landstrom-Anschluss, für den man ohnehin oft hohe Tagespauschalen bezahlt. Sehr beliebt sind Induktionskochfelder (dabei musst du aber darauf achten, ob deine Töpfe für Induktion geeignet sind). Dieser wird einfach dann angesteckt, wenn er benötigt wird, und ansonsten wieder verstaut.

Eher eine Nischenlösung ist das Kochen mit Strom im Wohnmobil. Dies wird normalerweise nur bei Expeditionsmobilen umgesetzt, wo ein gasfreier Aufbau wichtig ist (weil in den bereisten Ländern zum Beispiel kein Gas verfügbar ist). Die Stromversorgung im Wohnmobil von der Stange kann keine ausreichende Energiemenge zur Verfügung stellen. Für eine solche Lösung sind große Batterien, groß dimensionierte Spannungswandler und zur Versorgung eine großzügige Solaranlage notwendig.

Nützliche Helferlein für Strom im Wohnmobil

Hier einige nützliche Zubehörteile für die Stromversorgung im Wohnmobil. Für weitere Details sieh dir doch unseren Artikel zum Wohnmobil-Zubehör an!

CEE-Adapter

Ganz wichtig für europäische Wohnmobil-Reisende ist der sogenannte CEE-Adapter. Dieser ist an vielen Campingplätzen notwendig, um überhaupt mit Landstrom versorgt zu werden. Zudem kann eine CEE-Kupplung für das Anstecken am Wohnmobil selbst erforderlich sein.

Kabeltrommel

Eine Kabeltrommel gehört zur Standardausrüstung im Wohnmobil. Nur so kannst du mit Landstrom versorgt werden, auch ohne direkt neben der Steckdose zu parken. Versionen mit integriertem CEE-Adapter sind erhältlich.

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Batteriebetriebene LED-Leuchten

Wer im Wohnmobil zu wenige Lampen installiert hat, und den Aufwand vor der Nachrüstung scheut, kann sehr einfach batteriebetriebene LED-Leuchten nachrüsten.

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Eine weitere Variante ist Ikeas Blavik-Lampe.

Batteriecomputer

Eine sehr sinnvoller Beitrag zur Stromversorgung im Wohnmobil ist der Batteriecomputer: Dieser misst, was in die Batterie fließt und was entnommen wird, und kann daher sehr genau die verfügbare Restkapazität anzeigen. Die standardmäßigen Panele in Wohnmobilen zeigen hingegen nur die aktuelle Spannung, und leiten daraus den Ladezustand ab: Das ist sehr ungenau.

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Fazit

Die Stromversorgung im Wohnmobil ist nicht so schwer zu durchschauen: Im Normalfall steht 220V-Landstrom am Campingplatz zur Verfügung, wenn man per Kabel an einer Steckdose hängt. Unterwegs greift man auf 12V aus der Aufbaubatterie zurück. Diese wird einerseits während der Fahrt durch die Lichtmaschine geladen, andererseits durch ein Ladegerät, wenn Landstrom zur Verfügung steht. Erweiterungen wie Solaranlagen sorgen für die autarke Stromversorgung.

Letzte Aktualisierung am 8.08.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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